Dadant, Deutschnormal, Warré

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edlBeefit
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Dadant, Deutschnormal, Warré

Beitragvon edlBeefit » So 16. Feb 2014, 09:25

dd-d-w.jpg
dd-d-w.jpg (33.18 KiB) 2966 mal betrachtet
Guten Morgen,
mal was zum Nachdenken

DD, Deutsch Normal und Warré

Für mich ist ganz klar, würde ich nochmals neu anfangen kämme nur D Normal in Frage

DD zu Gross und zu unhandlich zu schwer, Warré eher am unteren Mass, aber Deutsch Normal Optimal

Deutsch normal im Quadrat, hat schon seine Berechtigung, und wird ganz sicher zu unrecht immer von den DD er verunglimpft

Hier ein Bild damit man es sich es besser vorstellen kann, D Normal ist genau dazwischen

Bin schon länger am überlegen nicht nochmals alles auf D- Normal mit 15 oder sogar 10.5 oder 1/ 2 Zargen zu ändern

Also genau das Gegenteil von momentanen Trennt 1.5 D- Normal
Gruss Kurt Edlinger

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Re: Dadant-D, Normal, Warré

Beitragvon zaunreiter » So 16. Feb 2014, 10:06

Genau dazwischen...also nix Halbes und nix Ganzes... :lol:

Ich habe auch noch DeutschNormal und finde es im Vergleich ein ganz unbrauchbares Maß.

Weiter: so hast Du die Volumina verglichen. Und jetzt vergleiche mal die Wabenflächen miteinander, wobei Du bei Warré und Deutschnormal mit zwei Waben übereinander stellst, wegen der zwei Bruträume.
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Re: Dadant-D, Normal, Warré

Beitragvon edlBeefit » So 16. Feb 2014, 10:33

zaunreiter hat geschrieben:Genau dazwischen...also nix Halbes und nix Ganzes... :lol:

Ich habe auch noch DeutschNormal und finde es im Vergleich ein ganz unbrauchbares Maß.

Weiter: so hast Du die Volumina verglichen. Und jetzt vergleiche mal die Wabenflächen miteinander, wobei Du bei Warré und Deutschnormal mit zwei Waben übereinander stellst, wegen der zwei Bruträume.


Hab ich alles schon durch. ich hätte von Dir schon eher Zustimmung erwartet :lol:

Für mich ganz klar, D- Normal ist super, hab ja alle masse selber,Warré, DD, Langstroth
und wo überwintern sie bei mir am besten: D- Normal, ist ja auch logisch, ist ja kein so grosser Unterschied zu Warré,
aber sie haben etwas mehr Puffer zu den Aussenwänden
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Re: Dadant-D, Normal, Warré

Beitragvon edlBeefit » So 16. Feb 2014, 13:15

zaunreiter hat geschrieben:
Ich habe auch noch DeutschNormal und finde es im Vergleich ein ganz unbrauchbares Maß.


Das musst aber begründen lieber Bernhard, nicht nur so emotional

wenn Dadant super ist und auch Warre nach Deinen Gefühl gut ist, kann das Zwischen-mass nicht so schlecht sein :D

Ist alles nur eine Frage der Zargenhöhe, der Turm würde halt etwas weniger Hoch und etwas Stabiler als bei Warré werden
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Re: Dadant-D, Normal, Warré

Beitragvon zaunreiter » Mo 17. Feb 2014, 10:32

Deutschnormalmaß (DNM) halte ich deswegen für ungeeignet, weil es als umgelegte/liegende Hochwabe zu klein ist, um Bienen vernünftig darauf zu überwintern. Das bedeutet, Du brauchst schon zwei Bruträume übereinander. Zwei DNM-Waben übereinander, sind aber wieder zu groß, der Futterkranz ist viel zu dick. Der große Futterkranz wirkt im Frühjahr wie ein "Honigschied", so daß der aufgesetzte Honigraum nur schlecht angenommen wird. (Ist auch wärmetechnisch zu großvolumig.)

DNM ist nicht kleinteilig genug, sprich: es ist zu groß, um damit angepaßt zu arbeiten. Die Bienen sind da im Frühjahr wie "lost in space", da sitzt dann so eine Kugel inmitten der ganzen Waben wie verloren.

Ich arbeite mit den 20 Segeberger Völkern einräumig. Zwei Bruträume in DNM sind definitiv zu groß, es wird sofort Nektar in den Brutraum eingelagert und der Raum verpollt auch leicht. Bienen neigen dazu, leere Zellen mit Pollen zu beladen. Es gibt Untersuchungen dazu, daß leere Zellen zum Pollensammeln reizt. Gerade im Frühjahr, wenn es noch mehr Pollen als Nektar gibt, entstehen auf diese Weise in diesen großen Bruträumen Pollenschiede. Dadurch wird das Brutnest übermäßig eingeengt, da diese Waben nicht bebrütet werden und das Brutnest sich auch nicht darüber hinaus ausdehnen kann. Der normale Mechanismus in einem angepaßten Brutraum sieht vor, daß der Pollen über dem Brutnest als Kranz angelegt, und mit dem Erweitern des Brutnestes aufgezehrt wird. Mit vielen leeren Zellen wird dieses Mechanismus außer Funktion gesetzt - eine Gefahr bei allen Großwaben/überzähligen Wabenflächen im Bienenstock.

Wenn dann der Nektarfluß einsetzt, ist sofort die Schwarmstimmung da, da das Brutnest geflutet wird.

Du könntest natürlich mit halbhohen Aufsätzen für Honigwaben und für die Überwinterung arbeiten. Aber dann hast Du schon wieder zwei Rähmchenmaße am Stand. Dann kannst Du auch gleich Dadant nehmen.

In den Trogbeuten T120 habe ich die Möglichkeit, mittels des Schieds den Brutbereich im Frühling auf die Volksgröße hin anzupassen. Die Annahme des Honigraumes ist dann besser, da das Brutnest wärmehaltiger ist.

Die Segeberger ist zwar aus Styropor und dadurch pseudo-gedämmt. Aber wenn man mal nachrechnet, dann wird man feststellen, daß die Dicke der Beutenwände zu gering ist, um eine gute Dämmwirkung zu erzielen. Das bedeutet, die Wände erzeugen durch fehlende Warmhaltigkeit noch eine Kondensation an den inneren Wänden und folgerichtig werden auch höhere relative Luftfeuchtewerte in den Segebergern gemessen. Gut gemeint, aber nicht konsequent umgesetzt.

Und so ist es auch mit dem DNM: gut gemeint, aber nix Halbes und nix Ganzes. => Fehlkonstruktion. Sowohl an den Bedürfnissen der Bienen als auch des Imkers vorbei.
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Re: Dadant-D, Normal, Warré

Beitragvon zaunreiter » Mo 17. Feb 2014, 11:00

In Wabengassen denken, ist mein Credo. Hier ein Vergleich von Dadant (blau) und Warré (gelb): (der Kreis ist das ideale Brutnest mit einem Durchmesser von 30 cm)

DadantWarre.jpg


Wie zu sehen ist, ist die Wabengröße bei Dadant und Warré weitestgehend identisch. (Bei zwei Warréwaben übereinander.) Die Warré ist eben - übereinander gestellt - eine Hochwabe, und wird von den Bienen auch als solche verstanden.
Bild

Diese Waben standen in einer Beute übereinander. Kurz vor der Einwinterung. Aber man sieht oben noch schön den Halbkreis, leicht schattiert, den die Brutkugel in die obere Wabe gezeichnet hat. Das Bild des Brutnestes unterscheidet sich kaum oder gar nicht von dem Bild auf einer Hochwabe. Bei Zander und DNM sieht das schon mal etwas durcheinander aus. Eben durch die seitliche Anlagerungsmöglichkeit.

Bei Dadant gibt es Pufferzonen zu den Seiten der Wabe. Das seitliche Anlagern von Pollen und Nektar wird bei Dadant unterbunden/verringert, durch das Setzen des Schieds, wodurch der Nektar nach oben in die Honigräume umgeleitet wird. Bei Warré gibt es seitlich keine Anlagerungsmöglichkeit oder nur sehr gering. Dadurch und weil die Anzahl der Waben von der Konstruktion her auf acht Waben begrenzt ist, ist die "Flußrichtung" nach oben auch ohne die Notwendigkeit eines Schieds zu beobachten. Der Honigkranz über dem Brutnest ist klein genug, um keine Honigsperre zu bilden. Die Honigräume sind klein genug, um schnell genug erwärmt und dadurch angenommen zu werden.

Ganz anders sieht es bei DNM aus:

DadantWarreDNM.jpg


Auf einem Blick ist zu erkennen, daß bei DNM sowohl seitlich als auch oben mehr Anlagerungsflächen gegeben sind, und somit ist eine Anpassung des Brutraumes oder eine kleinteilige, warmhaltige Erweiterung kaum möglich. Das kann man auch durch ein Schied kaum ausgleichen. Mit so einer Wabe handelt man sich mehr Probleme als bei den anderen Waben ein. Natürlich kann man auch damit imkern, aber man macht sich und den Bienen das Leben schwerer, als es sein könnte.

Gruß
Bernhard
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Re: Dadant, Deutschnormal, Warré

Beitragvon zaunreiter » Mo 17. Feb 2014, 11:17

Wollte man ideale Brutraumwaben schaffen, so wären diese 30x30cm groß. Mit Honigaufsätzen mit 15 cm Höhe. Wobei mindestens ein Aufsatz das ganze Jahr über als Brutraum und Futterreserve mitbenutzt werden muß. Aber dann kann man auch gleich bei zwei Zargen im Warrémaß bleiben. Man kann es drehen und wenden, wie man will, am Ende aller Überlegungen gelangt man immer zum Warrémaß. :)
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Re: Dadant-D, Normal, Warré

Beitragvon edlBeefit » Mo 17. Feb 2014, 11:39

zaunreiter hat geschrieben:Deutschnormalmaß (DNM) halte ich deswegen für ungeeignet, weil es als umgelegte/liegende Hochwabe zu klein ist, um Bienen vernünftig darauf zu überwintern. Das bedeutet, Du brauchst schon zwei Bruträume übereinander. Zwei DNM-Waben übereinander, sind aber wieder zu groß, der Futterkranz ist viel zu dick. Der große Futterkranz wirkt im Frühjahr wie ein "Honigschied", so daß der aufgesetzte Honigraum nur schlecht angenommen wird. (Ist auch wärmetechnisch zu großvolumig.)


Bernhard, dieses Argument zieht bei mir nicht, da ich mit Halbe D Normal Zargen arbeiten würde

Also BR 3 Zargen also 34.5 cm höhe und was soll da nicht gut sein

Und Wärmetechnisch, was ist bei Dadant?
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Re: Dadant, Deutschnormal, Warré

Beitragvon Rumpel » Mo 17. Feb 2014, 11:51

Man kann es drehen und wenden, wie man will, am Ende aller Überlegungen gelangt man immer zum Warrémaß. :)

Yo, iss so, hab ich alles auseinander sedimentiert, geht aus meiner Sicht kein weg dran vorbei.
Im Nachhinein kann ich sagen bevor ich noch mal Zander benutzen würde, wäre DNM aus meiner Sicht die bessere Wahl.
Jut dös Prob. erledige ich dieses Jahr sowieso.

Es Grüsst euch einer der noch keinen Frühling hat Jörn :cry:
Um zu begreifen, dass der Himmel überall blau ist, braucht man nicht um die Welt zu reisen.
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Re: Dadant, Deutschnormal, Warré

Beitragvon edlBeefit » Mo 17. Feb 2014, 11:53

Hier ein Bild mit Brutkugel in allen 3 Varianten,
ich finde da nichts negatives bei der D Normal mit halben Zargen
Dateianhänge
3varianten.jpg
Gruss Kurt Edlinger

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