Trogbeutenmagazin

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zaunreiter
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Trogbeutenmagazin

Beitragvon zaunreiter » Do 17. Mai 2012, 00:37

Hier mal meine unausgereiften Idee für eine Trogbeute, die aus Magazinen aufgebaut ist. Einfach zum Spielen und Weiterdenken.

Die Zargen bestehen aus einem Dach, zwei Seitenwänden und zwei Leisten als Stabilisatoren. Das Dach ist etwas kürzer als die Seitenwände - etwa 1 cm auf jeder Seite. Die Zarge hat mindestens ein Innenmaß von 34x34x34 cm. (Etwa 39 Liter, oder zwei normale Warrezargen.)
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Daraus ergibt sich ein Abstand, wenn die Zargen zusammengeschoben werden - und damit eine Aufstiegsmöglichkeit nach oben.
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Ansicht von unten.
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Links und rechts werden zwei Deckplatten angesetzt.
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Blick von unten.
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In der Mitte müssen noch zwei Klötze rein, um die Lücken nach außen zu schließen. (Oder einfach als oberes Flugloch offenstehen lassen?)
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Oben drauf kommt eine Flachzarge von etwa 10 cm Höhe. Die Flachzargen können aus dünnerem Holz sein. Die Flachzargen sollten mit Oberträger ausgestattet werden. Die Flachzargen nehmen später den Honig auf.
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Die Flachzargen können der Tracht entsprechend erweitert und/oder geerntet werden. Nach der ersten Flachzarge sollte ein Absperrgitter eingelegt werden?
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Das Besondere an dieser Anordnung: die Honigflachzargen können auf eine der beiden Brutzargen verschoben werden.
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So kann der eine oder der andere Brutraum bearbeitet werden. Ganz ohne Heben sind die Brutzargen jederzeit zu erreichen.
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Als Boden kann eine Art Rahmen verwendet werden. Dieser Rahmen steht rechts und links etwas über, so daß der Rahmen als Griffe dient. Die Beute kann dann ganz leicht von zwei Personen transportiert werden. (Ohne Honigräume.) Die Bretter vorne und hinten bilden eine Art Schiene, so daß die Zargen nicht verrutschen können. An dem Rahmen können die Zargen mit einem Spanngurt festgezurrt werden.
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Blick in die Seite: hier kann ein fester Boden oder eine Varroawindel eingeschoben werden.
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Blick von unten.
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Fluglöcher sind einfache Löcher in den Brutzargen, die mittels einer Drehscheibe verschlossen werden können. Offen, vergittert oder ganz geschlossen.
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Betriebsweise
Ungefähre Betriebsweise

Die Bienen werden auf einer Zarge 34x34x34 cm überwintert. (Entspricht zwei Warrezargen.)
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Im Vorfrühling nach dem Reinigungsflug wird die Seite geöffnet, die Bienen reizgefüttert und erweitert. Das Flugloch am Brutnest wird geschlossen und das Flugloch in der erweiterten Brutzarge wird geöffnet. Die Bienen arbeiten sich in Richtung Flugloch und durch die Fütterung wird das Brutnest ausgehnt. Dem Futter hinterher.
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Noch vor der einsetzenden Frühtracht (Kirsche), wird die erste Flachzarge aufgesetzt.
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Mit einsetzender Volltracht werden weitere Flachzargen aufgesetzt und bei Verdeckelung gegebenenfalls geerntet. Kontrolle durch Ankippen. Fällt der Vorschwarm, werden die Brutzargen entfernt und in zwei Ableger mit den Weiselzellen aufgeteilt. Sie dürfen sich bis zum Winter zu Vollvölkern entwickeln. Der Vorschwarm kommt auf den alten Platz, wo er zwei leere Brutzargen ausbaut und die Honigräume weiter füllt.
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Nach der Ernte wird ein Flugloch geschlossen, um das Nest kompakter in eine Zarge zu bekommen. Gegebenenfalls wird das Brutnest eingeengt, indem durch den Aufstiegschlitz zum Honigraum ein senkrechtes Absperrgitter gesetzt wird. Die Königin befindet sich dann auf einer Seite und nur dort wird das Brutnest weitergeführt. Auf der anderen Seite wird die Spättracht eingetragen. Die im Frühjahr zur Brutreizung herangezogen werden kann.
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Soviel dazu. Natürlich habe ich bei den Trogbeutenimkern gekupfert. Ich habe aber das System vereinfachen wollen, indem die Rähmchen weggelassen und die Konstruktion weiter vereinfacht wurde.

Mal sehen. Nur so zum Gedankenspielen. Und um Markus wieder ins Grübeln zu bringen! :lol:

Gruß
Bernhard
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Ich summe, also bien ich.

CK_14974
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Re: Trogbeutenmagazin

Beitragvon CK_14974 » Fr 16. Dez 2016, 11:10

Hallo Bernhard,

ich bin für ein Trogbeuten-Projekt auf der Suche nach Ideen und über diesen alten Thread gestolpert.

Schade, dass niemand reagiert hat ... Ich finde den Ansatz sehr gut!! Hast du die Idee umgesetzt und ausprobiert? Wie sind dann deine Erfahrungen damit?

Danke & viele Grüße, Christian

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zaunreiter
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Re: Trogbeutenmagazin

Beitragvon zaunreiter » Fr 16. Dez 2016, 15:40

Moin Christian,

die Idee habe ich nicht umgesetzt, daher kann ich auch nicht berichten. Ob der Schlitz als Aufstieg reicht? Oder ob man nicht lieber die gesamte Breite der Honigräume mit Schlitzen ausstattet, möglichst so breit wie eine Biene (aber nicht eine Königin :) )?

Nicht alle Ideen sind gut, vielleicht auch deswegen die geringe Resonanz. ;)
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stefanzo
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Re: Trogbeutenmagazin

Beitragvon stefanzo » Fr 16. Dez 2016, 23:03

Das ganze System könnte man auch mit einer Topbarhive probieren. Ich lasse die Bienen ohnedies oben durch einen Spalt zwischen Rand und Topbar ausfliegen. Weitere Spalten für ein zweites Flugloch und Aufstieg ließen sich problemlos organisieren. Ich werde mir diese Idee in den Talon legen, aber vorerst wahrscheinlich davon noch nicht abheben.
mfg stefanzo


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