horizontale Warrébeute?

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Lars
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horizontale Warrébeute?

Beitragvon Lars » Mo 9. Feb 2015, 08:57

Hallo Bernhard,

irgendwo glaube ich gelesen zu haben, dass Du mal versucht hast, die Warrébetriebsweise in die Horizontale zu bringen.

Auch mich beschäftigt das Thema.
Kannst Du mal Deine Erfahrungen schildern? Was hast Du gebaut und wie hat der Bien darauf reagiert?

Vielen Dank und Grüße
Lars

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zaunreiter
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Re: horizontale Warrébeute?

Beitragvon zaunreiter » Mo 9. Feb 2015, 10:06

Hallo Lars,

darüber nachgedacht habe ich - aber ich habe die Idee nicht umgesetzt. Im Prinzip verwendest Du die originalen Kästen, nur daß Du die Beute hinlegst. So daß die Zargen und damit die Waben innen 30 cm hoch sind. An der oberen Zargenfläche befestigst Du Anfangsstreifen im Abstand von 35-38 mm. Bei 21 cm Deckenflächenlänge kommst Du so auf 5-6 Waben pro Zarge. Du startest am besten mit einer oder maximal zwei Zargen mit Anfangsstreifen, die sehr gut befestigt werden müssen.

Die Zargen müssen fest miteinander verbunden werden - dazu eignen sich die Drahtwinkelverbinder, wie ich sie hier schon mal vorgestellt habe. (Federklammer.)

Das Flugloch würde ich an eine Frontseite verlegen, also was normalerweise das Dach oder der Boden wäre, nur umgelegt.

Halte uns auf dem Laufenden - auch mit Photos. Darüber würde ich mich freuen.

Viele Grüße

Bernhard
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Lars
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Re: horizontale Warrébeute?

Beitragvon Lars » Mo 9. Feb 2015, 10:41

Hallo Bernhard,

so ähnlich habe ich mir das auch gedacht.

Zwei Probleme habe ich ausgemacht:
1. Mir würde eine Varrroawindel fehlen.
2. Wie macht man dann eine Varroabehandlung in dem Volk?

Damit mich hier keiner falsch versteht:
Ich bin immer noch (Warré-)Imker in spe und habe deshalb nur theoretisches Wissen.
Ab März mache ich einen Imkerkurs. Der Kursleiter lehrt eine varroabehandlungsfreie Imkerei. Mal sehen, wie er das macht. Dann hätte man das zweite Problem nicht.
Meine Kunstschwärme habe ich bestellt. Leider konnte ich im letzten Jahr keine Bienen mehr bekommen.

Zwei Warrébeuten von Holtermann stehen bereit.

Auf die ganze Idee bin ich gekommen, weil mir das hebefreie Arbeiten mit den TBH auch gefiele. Die Beuten sind mir aber zu teuer. Außerdem kommt es vor, dass die Waben nicht in der Richtung gebaut werden, die der Imker gern hätte. Außerdem gefällt mir die "automatische" Wabenhygiene durch das untersetzen bei Warré. Das würde ich auch in die horizontale Betriebsweise übersetzen.
In einer horizontalen Warré hätte ich gedacht, nicht nur Stabilbau sondern auch Wildbau zuzulassen und keine Anfangsstreifen zu verwenden.


Grüße
Lars

stefanzo
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Re: horizontale Warrébeute?

Beitragvon stefanzo » Mo 9. Feb 2015, 15:14

Hallo Lars!
Eine Topbarhive muß nicht teuer sein. Hierzu ein LInk: https://www.youtube.com/watch?v=_Sdr85pikFE
mfg stefanzo

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Lars
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Re: horizontale Warrébeute?

Beitragvon Lars » Mo 9. Feb 2015, 16:20

Hallo stefanzo,

naja, wenn man solche Bretter bekommen kann, würde ich es vermutlich auch versuchen. Das, was ich hier bekommen könnte muss für eine Winterfestigkeit gehandelt werden.
Meine handwerklichen Fähigkeiten sind aber auch nicht so ausgeprägt.
Auch der fehlende Varroaboden wäre mir nicht lieb.
Und wenn die Bienen die Wabe an der Seitenwand "ankleben", stört die Auflageleiste für die top bars. Da kommt man mit einem Werkzeugschlecht hin.

Ich werde mal versuchen eine horizontale Warré mit Fenstern zu besiedeln, wenn mir das Glück hold ist und ich 2 Völker bekomme.

Das erste Volk werde ich nach Bernhards Anleitung "Imkern nach Warré" in die normale Warré packen und erstmal Erfahrungen sammeln.

Aber auch in der normalen ist mir die Varroabehandlung (z.B. mit Oxalsäure) nicht ganz klar. Da kommen dann noch einige Fragen auf euch zu, wenn es soweit ist.

Grüße
Lars

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Re: horizontale Warrébeute?

Beitragvon Distelbauer » Mo 9. Feb 2015, 23:23

Hallo Lars,

weiss nicht, ob sowas gleich zu Anfang schon ratsam ist? Wenns schiefgeht hast dann evtl. nur noch die eine Warre :? . In der horizontale find ich sowas wie die Bienenkiste idealer, mir gefallen da nur die MW und das Gewicht nicht so.

Gruß Georg

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Re: horizontale Warrébeute?

Beitragvon Rumpel » Di 10. Feb 2015, 07:31

Das erste Volk werde ich nach Bernhards Anleitung "Imkern nach Warré" in die normale Warré packen und erstmal Erfahrungen sammeln.

Wenn du klug bist machst du das mit beiden Wohnungen. ;)
Die Nummer mit dem Wildbau auch vergessen, die würden über die Schnittstellen bauen, gibt dann eine schöne Matsche wenn man nicht aufpasst.
Zerteilte Larven sind nicht jederman seine Sach.
LG. Jörn
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Re: horizontale Warrébeute?

Beitragvon Lars » Di 10. Feb 2015, 09:02

Hallo Jörn, guten Morgen allerseits,

aber gerade das mit dem Wildbau finde ich so interessant.

Ich vermute, dass die Bienen ihre Waben so bauen, dass es für die Regulierung der Stockluft für sie optimal ist.

Gestern las ich das sehr interessante Thema über die verschiedenen Argumente für oder wider die Varroaböden. Dabei spielte die Stockluft bzw. deren Feuchteregulation eine wichtige Rolle.
Für mich ist es durchaus denkbar, dass der Bien sich sein neues zu Hause erst gründlich anschaut und anhand der Beschaffenheit entscheidet, wie er die Waben baut, um den Honig trocken zu bekommen und die Brut gut gedeiehn zu lassen. Jedech zwingen des Imkers in eine Richtung muss der Bien irgendwie ausgleichen. Und das bezahlt der Imker mit der Gesundheit oder einem erhöhten Energieverbrauch des Bien.

Was meint ihr dazu?

Außerdem bin ich trotz oder gerade wegen der vielen Informationen hier im Forum immer noch unsicher, ob ich in der normalen Beute nun den Varroaboden oder den Standardboden nehmen soll.

Grüße
Lars

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Re: horizontale Warrébeute?

Beitragvon Rumpel » Di 10. Feb 2015, 09:39

aber gerade das mit dem Wildbau finde ich so interessant.
Ich vermute, dass die Bienen ihre Waben so bauen, dass es für die Regulierung der Stockluft für sie optimal ist.

Ja Interessant jedenfalls, nur wenn du eine eigene Beute oder Betriebsweise entwickeln möchtest, dann musst du alles durchdenken. :D
Ich hätte da noch Prototypen, da kann man super Kartoffeln drin lagern. :lol:
Janscha und Christ, sowie Warre natürlich, dürfte Herausforderung genug sein denke ich.
Gruss Jörn
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Re: horizontale Warrébeute?

Beitragvon zaunreiter » Di 10. Feb 2015, 09:47

Die Anfangsstreifen würde ich beibehalten.

Wenn Du wirklich die Natur des Bien erleben willst, dann baue eine Klotzbeute aus einem Baumstamm. Ich werde demnächst wieder eine bauen und besiedeln, dann stelle ich ein paar Bilder rein.

Viele Grüße

Bernhard
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Ich summe, also bien ich.


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