Zarre - wie ich sie gebaut habe

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Christine
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Re: Zarre - wie ich sie gebaut habe

Beitragvon Christine » Mo 1. Jul 2019, 10:48

heiner hat geschrieben:Warré hat seine Beute letzlich aus Versuchen mit 360 unterschiedlichen Beuteformen als die für ihn und den einfachen armen Mann für die
am wirtschaftlichste Beute entwickelt.


Warré hat geschrieben:Um verschiedene Beutensysteme zu erproben, muss man sie auf demselben Bienenstand, unter derselben Führung studieren, mit einem Minimum von zehn bis zwölf Beuten jeden Systems, über einen Zeitraum von 10 Jahren.

Warré hat geschrieben:Über dreißig Jahre hinweg habe ich auf meinen Bienenständen die Haupt-Beutensysteme studiert [...] Auf meinen Bienenständen hatte ich 350 Beuten verschiedener Systeme.

Warré hat geschrieben:Da ich meine Versuche nicht auf einer oder zwei Beuten aufbauen wollte, sondern mindestens auf einem Dutzend jeden Systems, kam ich dazu, 350 Beuten zu bauen.


Nicht 360 verschiedene, sondern die Hauptmodelle hat er verglichen. Ist immer noch eine respektable Leistung, die ich nicht schmälern will, ich wollte nur kurz anmerken, dass er nicht 360 Beutentypen ausprobiert hat.

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Schlossimker
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Re: Zarre - wie ich sie gebaut habe

Beitragvon Schlossimker » Mi 3. Jul 2019, 18:40

heiner hat geschrieben:Was deinen Kunstschwarm anbelangt - die müssten schon seit ein paar Tagen Pollen eintragen.

Danke Heiner, bauen kann ich gut, aber das mit der imkerlichen Praxis muss noch kommen. Hab gestern Flouglochvideo und Bilder von anfliegenden Bienen gemacht - kein Pollen. Heute auf Nachfrage des Züchters doch die obere Zarge auf gemacht und die 4 Waben raus geholt, angeschaut und fotografiert.
Keine Brut. Wirrbau, von dem Eck in das ich die Königin vor das Fenster gehängt habe über die Oberträger hinweg. Ich wollte nicht mehr aufmachen wollte um den wieder raus zu holen. Weil Anfänger so sagt man, zu oft rein schauen. Ich hab den Wirrbau komplett entfernt - war nur Zuckerwasser und die Arbeit der Bienen. Mache Wachs fürs tränken der Holzanfangsstreifen daraus. Ist aber vielleicht kein 130EUR teueres Wachs, weil der Züchter will mir eine neue Königin schicken. Wie die das überleben soll durch das Verteilzentrum der Post? Wesensgerecht ist was anderes.
Aber ich bin heute sowieso auf dem Boden der Tatsachen gelandet. Nachdem mir bei einem Imker hier - im Frühjahr - nach erwähnen das ich mit Warre imkern will erst einmal ein Imkerkurs an der Landwirtschaftsschule in Triesdorf empfohlen wurde.
Dann hätte ich diese Woche einen Schwarm über die Schwarmbörse bekommen sollen, da war ich aber zu auskunftsfreudig mit meiner Warre. Ich meine zwischen den Zeilen aus den email des Schwarmfängers heraus zu lesen, dass er ihn dann doch lieber nicht in eine Warre geben wollte. Er hat ihn dann in eine Zander einschlagen müssen. Er hätte aber noch zwei Schwarmableger die er verkaufen würde - aber halt auf Zander. Da versuch ich lieber mal mein Volk mit der neuen Königin zu retten. Wenn es nix wird, habe ich wenigstens nicht zu viele Bienen um gebracht, und kann nächstes Jahr neu anfangen.
Meinen offenherzigen Vorstellungstext bei der Schwarmbörse, und die Erwähnung der Warre werde ich aber vorsorglich korrigieren, und darum bitten, das nur Telefonnummern und keine email heraus gegeben werden. Denn wenn er erst am Tag nach dem er meinen Kontakt bekommen hat eine email schreibt und ich die erst Abends lese, weil ich auf dem Handy einen Anruf erwarte...
Meinen Sichtschutz um den Warre-Stand sollte ich vielleicht anstatt mit Glanzmispel besser in Beton ausführen - weil eine Warre scheint doch etwas gefährliches zu sein... ;-)
Danke,
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Re: Zarre - wie ich sie gebaut habe

Beitragvon Christine » Mi 3. Jul 2019, 19:23

Hallo Schlossimker,

schade, dass es mit der gekauften Königin nicht geklappt hat. Hast Du die Möglichkeit, von einem Imker im Umkreis (ohne Postversand) eine überzählige Königin in einem Miniplus zu bekommen? Die könntest Du dann aufsetzen oder umhängen. Genügend Begleitbienen sind wichtig, wenn noch ausreichend gesunde Winterbienen aufgezogen werden sollen.

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Re: Zarre - wie ich sie gebaut habe

Beitragvon Deichkind » Mi 3. Jul 2019, 20:35

Bist du im Imkerverein? Hier bei uns hat es in diesem Jahr in der Whatsapp-Gruppe Anfragen nach Schwarmfang gehagelt. Sonst bekomme ich ja nicht viel alleine gebacken, aber bei zwei Schwärmen bei denen kein anderer gezuckt hat, bin ich einfach beherzt losgezogen und habe sie selbst gefangen. Vielleicht kannst du dir ja nächstes Jahr auch deine Schwärme selbst fangen.
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Re: Zarre - wie ich sie gebaut habe

Beitragvon Christine » Do 4. Jul 2019, 09:46

Noch was: Was und wie hast Du gefüttert?

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Re: Zarre - wie ich sie gebaut habe

Beitragvon Deichkind » Do 4. Jul 2019, 20:33

Wie wäre es mit einem neuen Faden in einem anderen Oberthema und du erzählst mal genau wie du das gemacht hast mit der Besiedelt und was das für ein Schwarm war? Bin neugierig
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Re: Zarre - wie ich sie gebaut habe

Beitragvon Schlossimker » Fr 5. Jul 2019, 02:45

Deichkind hat geschrieben:Wie wäre es mit einem neuen Faden

Hallo Deichkind und Christine, danke für Euer Interesse und Euere Vorschläge.
Der neue Faden zu meinem ersten Volk, dem Kunstschwarm und den Problemen damit ist unter http://www.immenfreunde.de/forum/viewtopic.php?f=34&t=1696#p23141 erstellt.

Danke, Schlossimker - ein Kaiserfranke.
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Re: Zarre - wie ich sie gebaut habe

Beitragvon heiner » Fr 5. Jul 2019, 23:40

Danke Christine, für die Klarstellung der Anzahl von Beutensystemen, die Warré im Laufe seines Imkerlebens getestet hat. Ich hatte diese
Passage beim Lesen damals vor Jahren in der Tat missverständlich aufgefasst und so auch missverständlich in Erinnerung.
viele grüße, heiner

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Re: Zarre - wie ich sie gebaut habe

Beitragvon Schlossimker » Do 8. Aug 2019, 23:34

Hallo, nun ist der behelfsmäßige Varroaaufsatz für den normalen Warre Boden fertig.
(Den hohen Boden, den ich multifunktional bauen will, habe ich mangels Zeit noch nicht ausreichend vereinfachen können, deswegen diese Zwischenlösung. Kann ja später vielleicht auch verwendet werden, wenn ich doch Linden anwandern muss).
Ich hätte nicht gedacht, dass er so stabil wird. Darum habe ich das Varroagitter fest eingebaut, ist auch einfacher, und war trotzdem aufwendig genug. Deswegen kann der Aufsatz nicht auch zum (kurzen) Füttern von unten verwendet werden.
Es wäre allenfalls eine Oxalsäurebehandlung durch Verdampfen von unten denkbar.

_01 Varroaaufsatz fertig, mit Warreboden.jpg
Links: Der Varroaaufsatz ohne Boden, mit etwas heraus gezogenem Schieber.
Rechts: Der Varroaaufsatz ohne Boden, mit ganz heraus gezogenem Schieber. Man sieht, dass ich auch mal den Standard Imker Beschlag zum sichern des Varroaschiebers (links und rechts) verwende. Allerdings etwas vertieft angebracht - ich will einfach nichts was übersteht und abgebrochen, etc. werden kann, oder wo man leicht hängen bleiben kann. Den Ziehgriff habe ich auch vertieft gemacht. Innen ist er einfach umgebogen.

_02 Varroaaufsatz mit ausgezogenem Schieber, Aufsatz ohne Schieber.jpg
Links: Der fertig montierte Varroaaufsatz auf einem Standaard Warre Boden. Ganz vorne (oben), wo das Gitter zuende ist, geht die Holtleiste dann mit ca 45° nach unten zum Standard Warre-Boden, und in dem gleich weiter mit ca. 45° zum Flugloch, wie es beim Warre Boden üblich ist.
Rechts: Detailansicht bei heraus gezogenem Varroaschieber.

Der Schieber bekommt natürlich noch ein zurechts geschnittenes weißes DIN A3 Blatt etwas aufgeklebt, dass mit einem gezeichneten 5cm x 5cm Gitterraster zum leichteren Zählen der Varroen versehen ist.

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