Dach aus Alublech?

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stefanzo
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Re: Dach aus Alublech?

Beitragvon stefanzo » Do 9. Mär 2017, 01:38

Na, ja 2014 ist jetzt auch schon ein bischen Vergangenheit. Und meine Holzdächer, Baujahr 2011 halten immer noch. Es spricht also nichts gegen Holz. Das klassische Warre Holzdach ist nicht nur ein Hingucker, sondern auch vom Material sehr Nachhaltig in Punkto Umweltgedanken. Im Zweifelsfall nehmt das Holzdach.
mfg stefanzo

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zaunreiter
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Re: Dach aus Alublech?

Beitragvon zaunreiter » Do 9. Mär 2017, 01:46

Blechdächer sind nur zum Wandern gut. Wer nicht mit Bienen wandert, ist mit dem Holzdach besser bedient.
Cogito ergo summ.
Ich summe, also bien ich.

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Re: Dach aus Alublech?

Beitragvon biene1.0 » Sa 12. Aug 2017, 20:41

Hallo,
ich greife das Thema nochmal auf. Meine Pultdächer belege ich mit Alublech. Als "Trommelschutz" habe ich Geoflees drauf oder eine lose Abdeckung aus Schwartenbrettern. Da ich zwei neue beuten gebaut habe, aber noch keine Dächer bitte ich um ein paar Erfahrungen. Bei der Form des Daches will ich aber bleiben.
Gruß
Harald

Claudia.1977
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Re: Dach aus Alublech?

Beitragvon Claudia.1977 » Di 14. Nov 2017, 20:10

Hallo Harald,
Torben Schiffer hält das Warre Dach inkl. Kissen mit Kleintierstreu für absolut empfehlenswert!
Hast du zwei neue Warre gebaut oder Kugel? Hast Du innen Eckenfrei?....???
liebe Grüße Claudia

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Re: Dach aus Alublech?

Beitragvon biene1.0 » Sa 18. Nov 2017, 22:15

Hallo Claudia,
ja, ich habe zwei neue Beuten gebaut. Nun bin ich von meine Bauart mit dem eingesetzten "Fass" (Warre innen rund) abgerückt und habe auch keine Dreieckleisten in den Ecken. Nebenher habe ich die "alten" Warre-Beuten aber weiterhin im Einsatz.
In den 300 x300mm Beuten habe ich keine Probleme mit Feuchtigkeit, auch der Honig war in diesem Jahr richtig trocken.
Auch eine 2. Kugel habe ich mit einem Schwarm besiedelt. Doch der hatte keine Königin (?). Sie steht seit dem Auszug des Schwarmes leer.
In der ersten Kugel sitzt ein Volk seit Mai 2016. Hat in diesem Jahr 18 kg Honig gebracht.
Das Kissen,ich fülle es mit Faulholz (dirkt über den Bienen) und auf 3mm ausgesiebter Sägespäne (obendrauf), ist 150mm hoch. 100mm war mir gefühlt etwas zu wenig. Auf der Holzabdeckung der Dächer hat sich in diesem Sommer schon Leben (Moos und Flechten) eingefunden. Für eine Beute (50mm Wand aus Massivholz) habe ich ein 70mm Massivholzdach den Sommer über in Gebrauch, geschützt mit Alu-Blech und Geofleesbespannung. Auch keine Feuchtigkeit! Diese könnte mein "Waldvolk" beherbergen, das ich nur 2x im Jahr aufsuchen möchte, um zu kontrollieren und die notwendigen Arbeiten (Varroa, Erweitern / Wabentausch, Honigernte, ...) zu erledigen. Das wäre zumindestens meine Vorstellung.
In den Warre-Beuten habe ich 4 Völker eingewintert, ein Volk von 2015 und drei Ableger nach Warre. Alle sitzen auf 3 Zargen und auf eigenem Honig. In den Ableger wurden nicht geerntet.
Gruß
Harald

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Re: Dach aus Alublech?

Beitragvon stefanzo » So 19. Nov 2017, 00:29

Nach sechs Jahren Warre bin ich nun etwas schlauer. Die Dächer die ich mit Leimholzplatten aus dem Baumarkt gebaut habe brechen nun alle nach und nach. Der Leim löst sich an allen Stellen. Bei der Beute die ich vom "Massivholztischler" gekauft habe, hält das Dach nach wie vor. Wetterfeste Verleimung. In Zukunft baue ich Dächer nur mehr aus ganzen Brettern oder wetterfesten verleimten Brettern. Bei den Zargen gibt es diesbezüglich keine Probleme. Auch die verwendeten 3-Schicht Platten haben sich bei den Zargen sehr gut bewährt. Die Lebensdauer von billigen Leimholzplatten bei den Dächern war bei mir ca. 5 Jahre, dann begannen die Probleme. Da half auch der Anstrich nichts, der Leim löst sich mit den Jahren. Bei den Zargen gibt es mit den selben Brettern nach wie vor keine Probleme.
mfg stefanzo

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Re: Dach aus Alublech?

Beitragvon biene1.0 » So 19. Nov 2017, 21:10

Das geht ja mit einer wetterfesten Abdeckung zu beheben. das ist doch die billigere und HALTBARere Variante.
Oder eben das Material dementsprechend wählen.
Gruß
Harald

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Re: Dach aus Alublech?

Beitragvon stefanzo » Mo 20. Nov 2017, 23:39

Ja, nur das Material entsprechend zu wählen bewahrt vor späteren Reperaturen. Die Dächer brechen leider nicht nur an der Dachfläche. Die Verwendung von einfachen nicht verleimten Brettern ist nicht nur die billigere Variante, sondern auch die Bessere. Da spart man mehrmals. Man spart Geld, Arbeit und Ärger. Wohlgemerkt, die Probleme tretten erst nach einigen Jahren auf. Das Reparieren ist zwar kein überdimensinaler Aufwand, aber man kann ihn ersparen.
mfg stefanzo

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Re: Dach aus Alublech?

Beitragvon biene1.0 » Sa 2. Dez 2017, 22:56

Hallo Stefanzo,
da gebe ich dir schon recht. Das Einfache ist das Bessere. Konstruktiver Holzschutz wird das genannt. Die Alten wussten das nicht, haben aber aus ihren Fehlern gelernt. Wenn mein Alu-Blech zur Neige geht werde ich auch anders an die Dächer herangehen. Die Standleisten für die Böden mache ich nur noch aus Eiche. Aus einem 25mm Brett habe ich dafür Leisten geschnitten. Diese werden mit dem Boden vollflächig verleimt und von innen verschraubt. Jeder Spalt zwischen zwei Hölzern ist immer ein Mangel, doch zu oft unumgänglich!
Gruß
Harald


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