Übertragung des Warre-Prinzips auf Magazinbeuten

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apicistus
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Re: Übertragung des Warre-Prinzips auf Magazinbeuten

Beitragvon apicistus » Fr 3. Jun 2016, 01:19

zaunreiter hat geschrieben:Und dann siehst Du das erste Mal ein richtiges Bienenvolk, voll in Saft und Kraft stehend, und dann wirst Du deine Ansichten von selbst hinterfragen. Eine Kiste mit drei Bienen drin ist eben kein Bienenvolk sondern nur noch traurig.

Nicht jeder wie er mag, sondern was für die Bienen gut ist. Wir Imker sind Teil des Biens. Erfüllen wir unseren Part.


Bernhard, bezieht sich Deine Bemerkung auf meine Vorgehensweise oder auf stefanzos Kritik an der von ihm beschriebenen Fütterungspraxis? Das ist mir nicht ganz klar.

So, wie Du es formulierst, sollte sich jeder Bienenhalter angesprochen fühlen, denn die Bedürfnisse des Bien sollten selbstverständlich immer im Mittelpunkt des imkerlichen Handelns stehen. Nur daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen im Umgang mit den Bienen, ist nicht immer einfach und bedeutetet lebenslanges Lernen.

Als ich mit der Bienenhaltung angefangen habe, habe ich intuitiv gespürt, dass das, was mir vom Imkerpaten erzählt wurde, nicht das "richtige" sein konnte - ohne damals zu wissen, was ich stattdessen wollte. Zunächst war ich nur geschockt, dass dieser Imker seinen Königinnen die Flügel stutzt. Dabei wurde mir klar, dass solche Praktiken mit der Haltung des Imkers zu tun haben, wie er mit seinen Bienen umgeht. Das wollte ich mir nicht aneignen. Heute stelle ich fest, dass es eine Sache ist, eine Definition von "naturnaher" Imkerei zu formulieren (im Gegensatz zur "konventionellen" Imkerei), eine andere Sache, dies in imkerliche Praxis umzumünzen - Fehler, Rückschläge als auch Korrekturen der eigenen Betriebsweise bleiben dabei nicht aus.

So betrachtet, mag es damals aus Sicht der "reinen Lehre" falsch gewesen sein, meinen Schwarm in der TBH Zuckerlösung gefüttert zu haben. Ich habe nur schlicht keinen anderen Weg gesehen, die Bienen zu einem Wabenbau anzuregen, der sie den Winter überstehen ließ.

LG,

Markus

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Re: Übertragung des Warre-Prinzips auf Magazinbeuten

Beitragvon biene1.0 » Sa 4. Jun 2016, 17:46

Hallo Markus,
es ist etwas Zeit vergangen und beim Nachschauen musste ich feststellen, dass die nackten Wabenträger in der untergesetzten Zarge nicht "angerührt" wurden.
Ich habe eine Zarge mit alter Wabe, 2 MW und Träger mit Anfangstreifen aufgesetzt. Und einen Tag später war in dieser Zarge richtig Betrieb. Am kommenden Mittwoch werde ich sehen was in der verstrichenen Zeit getan wurde.
Der Ableger 2015 hat also auch Schwierigkeiten auf Wabenträger "umzusteigen". Oder hätte ich mehr Geduld haben müssen bis die erste Brut ausgelaufen ist?!
Gruß
Harald

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Re: Übertragung des Warre-Prinzips auf Magazinbeuten

Beitragvon biene1.0 » Di 27. Sep 2016, 22:01

Hallo Markus,
die Zeit ist ins Jahr gegangen und die Völker bereiten sich auf den Winter vor und wir sind helfend dabei.
Das Volk, welches nicht in eine untergesetzte Zarge bauen wollte, hat nun 3 Zargen ausgebaut und hat etwa 18 kg Futter (11.9. gewogen) eingetragen.
Die Lösung des Problems war, die Zarge aufzusetzen. (siehe oben)
Es war eben kein Schwarm, es war ein Ableger von 2015. Ich denke, dass die Bienen dann im zweiten Jahr sich schwertun, nach unten zu bauen.
Gruß
Harald

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Re: Übertragung des Warre-Prinzips auf Magazinbeuten

Beitragvon biene1.0 » Sa 12. Aug 2017, 21:21

Nachtrag:
Das Volk hat 3-zargig überwintert und hat mit dem Honig bis Mai 2017 gereicht. Dabei sehrgut gebrütet. Da konnte ich schon um dem 10.04. nach Warre teilen. Der "Ableger" sitzt jetzt auf 2 komplett ausgebauten Zargen und in der 3. sind sie schon gut bei der hälfte. ich denke, dass dieses junge Volk auf 3 zargen in den Winter geht.
Ich sehe da schon eine Kontinuität.
Es soll ja Imker geben, die das Warre-Prinzip in Magazinbeuten praktizieren. Nur die lesen hier kaum und schreiben nicht über ihre Erfahrungen.
Warum soll das Zargenmaß für die Erweiterungspraxis oder andere Warre typische Vorgehensweisen entscheitend sein?
fragt
Harald

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Bienen_Oli
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Re: Übertragung des Warre-Prinzips auf Magazinbeuten

Beitragvon Bienen_Oli » Mi 13. Sep 2017, 11:15

HAllo zusammen,

ich habe mir gerade die ganze Beiträge durgelesen.

Ich habe dieses Jahr im Mai angefangen auf Mini Plus (2 Stück a 3 Zargen) .
Mit einem Imker"Kollegen" , meinem Paten, habe ichn2 Miniplus Rähmchen mit MW in eine Normale Beute bei Ihm gegangen.
Diese wurden dann von seinen Bienen ausgebaut und mit Brut gefüllt.

Anschließend haben wir jeweils ein Rähmchen mit Brut und 5 mit MW in eine Mini Plus Zarge gegeben.
Jede ZArge bekam eine Startmenge Bienen von Ihm dazu, und dann haben wir gewartet bis sich die Bienen selber eine Königin gezogen hatten.
Das hat bei dem 1. Team sehr gut geklappt und die haben heute 2 Zargen gut ausgebaut und bekommen aber stets noch Futterteig dazu.
Das 2. Team hatte von Anfang an Probleme. Aber ich bleibe noch darn.

Was ich nun gerne machen möchte.
Diese "beiden Jungvölker" über den Winter bringen und dann im Frühjahr mit 2 Warrebeuten, mit Rähmchen (mit oder ohne Mittelwand) beginnen.

Aber nun weis ich nicht recht was ich tun soll.
Rähmchen mit MW? oder ohne?

Kann mir jemand einen guten Rat geben?

Danke für Kommentare.
Alles ist Willkommen.

:whistle:

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Re: Übertragung des Warre-Prinzips auf Magazinbeuten

Beitragvon Bienen_Oli » Do 14. Sep 2017, 19:38

:?: ist hier keiner der zu dem Thema etwas sagen kann oder möchte?
Anregungen, Tipps, Empfehlungen??
Alles willkommen.

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Re: Übertragung des Warre-Prinzips auf Magazinbeuten

Beitragvon Johannes-Mellifera » Do 14. Sep 2017, 21:02

Hm... Was ist eigentlich dein Problem? :think:

Wenn du eine vertrauenswürdige Quelle für MW hast, dann nutze sie. Wenn nicht, solltest du dich an Dreiecksleisten versuchen.


Verstehen kann ich aber nicht, wozu der ganze Aufwand?... Lass die MiniPlus einfach laufen und besiedele die Warré mit KS aus diesen...

Gruß Johannes

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Re: Übertragung des Warre-Prinzips auf Magazinbeuten

Beitragvon biene1.0 » Do 14. Sep 2017, 22:37

... oder kehre sie in die vorbereiteten Warrebeuten in der Obstblüte ab. Wie Du vorbereitest ist nahezu egal. MW oder Anfangstreifen oder Dreieckleisten. Wenn die Völker stark aus dem Winterkommen und immer genug Futter haben, dann musst Du bald die 3. Zarge untersetzen und einen HR aufsetzen. So ein Volk hat bei mir 2017 zwei HR vollgetragen.
Eine erfolgreiche Überwinterung wünscht dir und deinen Bienen
Harald

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Re: Übertragung des Warre-Prinzips auf Magazinbeuten

Beitragvon Bienen_Oli » Fr 15. Sep 2017, 10:20

ich muss nochmal was fragen.

Wenn ich nun eine Komi aus Naturbau und Rähmchen mache, gibt es eine Sollbreite (Optimum) der Oberträger für Naturbau, oder kann man die normalen Rähmchen-Oberträgerbreiten auch für Naturbau nutzen?

Ich würde das dann wohl mal folgendermaßen probieren wollen.

Ich hole mir zu dem Beuten auch gedrahtete Rämchen und machen dort an die Oberträger einen Anfangsstreifen, oder einen Wachsstreifen mit dem Pinsel.

Und dann würde ich die Bienen wohl gerne die Waben darin bauen lassen. Die Drähte würde ich einfach nur zur Stabilisierung lassen.

Was haltet Ihr davon.

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Re: Übertragung des Warre-Prinzips auf Magazinbeuten

Beitragvon Johannes-Mellifera » Fr 15. Sep 2017, 11:09

Einfach machen und weniger grübeln. DEINE Bienen werden dir an DEINEM Srandort schon die beste Antwort liefern. Es ist nicht immer alles 1:1 übertragbar.

Gruß Johannes


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