Fette Bienen für den Winter

Alle Arbeiten rund um die Einwinterung der Bienen im Warréstock. Einfüttern, vereinigen, usw.
biene1.0
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Re: Fette Bienen für den Winter

Beitragvon biene1.0 » Di 2. Aug 2016, 22:47

Hallo Bernhard,
zu dem Thema Spätsommer- / Herbsttracht habe ich die folgende Frage: Wenn spät im Jahr noch reichlich Nektar eingetragen wird (Buchweizen, Perserklee, div. Gründüngung) dann ist das ja ein Teil des Winterfutters. Kann dieser Honig und auch der vom Juli als Winterfutter dringelassen werden, ohne dass die Bienen im Spätwinter Darmprobleme bekommen?
Hier haben Imker gewarnt, den Sommerhonig als Futter zu verwenden weil er zuviel Trockensubstanz hat.
Wenn man z.Bsp. einen Schwarm hat und diesen nicht beerntet, dann hat er ja auch Honig aus allen Trachtzeiten als Winterfutter!?
Wie soll ich in den nächsten Tagen vorgehen?
Gruß
Harald
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zaunreiter
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Re: Fette Bienen für den Winter

Beitragvon zaunreiter » Di 2. Aug 2016, 23:18

Problematisch für die Überwinterung ist vor allem Frühtracht mit Rapshonig. Mit Spättracht mit Tauhoniganteilen habe ich keine Erfahrung. Wenn Du aber den Rest mit Sirup auffutterst, dann sollte es keine Probleme geben. Sobald die Bienen wieder fliegen können, bekommen sie kaum Darmprobleme mehr.

Je länger der Honig auf den Völkern ist, desto bekömmlicher ist er für sie im Winter. Die biegen das schon hin, daß der Honig für sie als Winterfutter geeignet ist. Es sind eben doch: mellifica.
Cogito ergo summ.
Ich summe, also bien ich.

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Fette + gesunde! Bienen für den Winter

Beitragvon Claudia.1977 » Mi 3. Aug 2016, 11:06

Gesunde Ernährung: Bienen nutzen Heilstoffe des Honigs als Medikament
[Quelle https://idw-online.de/de//news603963]
Ute Olbertz Pressestelle, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Weltweit gibt das Bienensterben Anlass zu großer Sorge. Auch Darmkrankheiten tragen in erheblichem Maße zum Sterben ganzer Bienenvölker bei. Bienen sind jedoch in der Lage, sich selbst vor Infektionen schützen, indem sie die natürlichen Heilstoffe des Honigs nutzen. Im Gegensatz zu gesunden Tieren bevorzugen kranke Bienen die Honige, die besonders wirksam gegen Infektionen des Darms sind. Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler vom Institut für Biologie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg in ihren aktuellen Untersuchungen. Die wegweisenden Ergebnisse sind jetzt im Fachmagazin „Behavioral Ecology and Sociobiology” erschienen.

In einem Bienenstock leben viele Tausend Bienen auf engem Raum bei über 30 Grad Celsius und hoher Luftfeuchtigkeit zusammen. Es herrschen ideale Bedingungen für die Ausbreitung von Infektionskrankheiten. Die Infektion wehren Bienen zum einen mit Hilfe ihres Immunsystems ab. Zum anderen enthält der von ihnen produzierte Honig natürliche Inhaltsstoffe, die gegen Bakterien, Pilze oder Viren wirken. Diese können den Bienen helfen, ihre Krankheiten zu kurieren.

Die Wissenschaftler um Dr. Silvio Erler und Prof. Dr. Robin Moritz von der Universität Halle untersuchten gemeinsam mit Forschern der Universität Cluj-Napoca (Rumänien), ob Honig von den Bienen nicht nur als Nahrungsmittel, sondern auch als Heilmittel zur Behandlung von Bienenkrankheiten genutzt wird. „Wir haben untersucht, ob Bienen entsprechend ihres Gesundheitszustands bei der Wahl des Honigs neben dem Nährwert, auch den Heilwert berücksichtigen", so Erler.

Im Labor infizierten die Forscher Bienen mit dem Darmpilz Nosema ceranae und verglichen dann, wie gesunde und kranke Bienen zwischen verschiedenen Honigen wählten. „Wir beobachteten, dass infizierte Bienen keinen Unterschied zwischen Linden- und Robinienhonig machten. Während Honigtauhonig von ihnen kaum gewählt wurde, hatten sie jedoch eine große Vorliebe für Sonnenblumenhonig, die mit zunehmender Infektion der Bienen sogar anstieg", sagt Erler.

Anschließend untersuchten die Wissenschaftler die Wirksamkeit der Honige auf die Darminfektion. Und tatsächlich: „Die Bienen wiesen wesentlich geringere Sporenmengen im Darm auf, wenn sie sich ausschließlich von Sonnenblumenhonig ernährt hatten. Bienen, die Honigtauhonig konsumiert hatten, zeigten hingegen einen stärkeren Befall." Auch im Labortest zeigte der Sonnenblumenhonig eine bessere Wirkung als der Honigtauhonig.

„Honig ist also nicht nur gesund für den Menschen, sondern auch für die Bienen selbst, die im Krankheitsfall nicht den Honig wählen, der besser schmeckt, sondern den, der besser hilft", so Erler.

Der Artikel "Pathogen-associated self-medication behavior in the honeybee Apis mellifera" ist online abrufbar: http://link.springer.com/article/10.100 ... 014-1786-8 (DOI: 10.1007/s00265-014-1786-8).

In der Print-Ausgabe der Fachzeitschrift "Behavioral Ecology and Sociobiology" erscheint der Artikel im November 2014.

Ansprechpartner:
Dr. Silvio Erler
Institut für Biologie – Zoologie der MLU
Telefon: +49 (0) 345 55 263 05
liebe Grüße Claudia
[Warré seit 2014 (Oekobeute, Andreas Meisel)/ TBH seit 2015 (Oekobeute, Andreas Meisel) / Bienenkugel seit 2016 (Andreas Heidinger)/ Klotzbeute, trocknet seit 2016, Inbetriebnahme in 2018 (Selbstbau im Zeidler Kurs, Schloss Hamborn)]

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Re: Fette Bienen für den Winter

Beitragvon biene1.0 » Mi 3. Aug 2016, 22:29

Hallo Bernhard,
danke für die beruhigenden Worte.
Heute habe ich mir die Völker mal etwas genauer angesehen.Ich habe einen guten Eindruck bekommen.Viel Brut und reichlich Honig (Beuten werden demnächst gewogen). Dann entscheide ich ob und wieviel gefüttert werden wird.
Spät aber doch, kommem ein paar Bilder von einem Warrevolk. Ableger von 2015, Mai einlogiert. Ich bitte um dein Urteil, welchen Eindruck die Bienen machen.
CIMG0608.JPG
Blick auf die zweite Zarge
CIMG0612.JPG
Wabe aus der unteren Zarge
CIMG0613.JPG
Wabe aus der oberen Zarge
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Re: Fette Bienen für den Winter

Beitragvon zaunreiter » Mo 16. Jan 2017, 14:55

Individual bee measures positively influencing survival included the expression level of vitellogenin in September and abdominal lipid stores in August. The expression level of lysozyme-2 in September was related to decreased apiary survival.

More and/or better forage led to greater honey production and pollen collection which in turn led to greater nutritional stores in individual bees, and an overall decreased immune response. The presence of quality and abundant forage surrounding summering locations support healthy, robust, and most importantly, surviving, colonies of honey bees.


aus: http://conservancy.umn.edu/handle/11299/171752 oder PDF: http://conservancy.umn.edu/bitstream/ha ... sAllowed=y

The influence of mid-continent agricultural land use on the health and survival of commercially managed honey bee (Apis mellifera L.) colonies
Matthew Dixon Smart
A DISSERTATION SUBMITTED TO THE FACULTY OF THE UNIVERSITY OF MINNESOTA, 2015
Cogito ergo summ.
Ich summe, also bien ich.

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Re: Fette Bienen für den Winter

Beitragvon Dan82 » Mi 1. Mär 2017, 20:15

WOW, coole Bilder :) In einer Großaufnahme sehen die kleinen noch faszinierender aus als sowieso schon :D 8-)


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