Nur eine Zarge ausgebaut

Alle Arbeiten rund um die Einwinterung der Bienen im Warréstock. Einfüttern, vereinigen, usw.
Kermit
Beiträge: 15
Registriert: So 15. Mär 2015, 18:36

Nur eine Zarge ausgebaut

Beitragvon Kermit » Sa 5. Sep 2015, 16:23

Hallo Immenfreunde,

Meine TBH ist noch unbewohnt - dafür bekam ich mitte Juni (17.06.) einen Fegling in einer Warrè-Beute. Der Fegling hatte etwas über 2kg, Königin aus 2015 wurde im Käfig dazugesetzt. In den ersten 10 Tagen wurde insgesamt 2,5 kg ApiInvert gegeben. Nach 10 Tagen AS über den Nassenheider.

Nach vier Wochen sah der Ausbau so aus :
CSH_2063.JPG



Ab ca. 10.August wurde nochmal zugefüttert um die Damen zum verstärkten Ausbau zu animieren. 21 Tage mit insgesamt 7,5 kg Flüssig.
In der unteren Zarge waren des öfteren "Bauketten" zu sehen - war aber wohl nur Tarnung.

Der Ausbaustand von heute :
CSH_2149.JPG

CSH_2157.JPG

CSH_2162.JPG


Die Zarge wiegt z.Zt. 16kg, die untere Zarge wurde nicht ausgebaut. Milbenfall 0-1 pro Tag. Die Damen sind sehr friedlich, kein Schimmel im Stock, Kondensat am Fenster der unteren Zarge nur morgens, ab und zu mal eine "beratungsresistente" Wespe, die sich verfliegt ....
Frage : Wieviel Sorgen muss ich mir machen - und was kann ich dagegen tun ?

Gruß
Kermit

Manfred

Re: Nur eine Zarge ausgebaut

Beitragvon Manfred » Mi 9. Sep 2015, 15:06

Grüß Euch,

Wenn die Zarge jetzt tatsächlich 16 kg wiegt, sind leere Zellen Mangelware.
Bienen haben an und für sich einen ausgezeichneten Raum- und Zeitsinn.
Was Imker Ihnen an räumlichen Vorgaben zur Verfügung stellen, irritiert mitunter ersteren erheblich. Als anpassungsfähige Viecher fügen Sie sich dann halt ins Ungemach.

Das Völkchen hat viel mitgemacht und ist in seiner Entwicklung weit unter seinem naturgegebenem Potential geblieben.
Getreu dem Motto "Der Bien muß" und dem patriarchalischem Prinzip "Schöpfung durch Zerstörung wurde aus einer willkürlich zusammengefügten Partie eine neue Kolonie - die hat dann knapp nachdem sie sich ins Unvermeidliche gefügt gleich auch noch eine ordentliche Säurewatschn abgekriegt und wurde damit in der Neuanlage des Brutnests gestört.

Frage : Wieviel Sorgen muss ich mir machen - und was kann ich dagegen tun ?


Sorgen machen ändert genau null an der Situation.
Oberträger in der unteren Zarge weg und ein goldener Herbst könnten dem Völkchen noch hilfreich sein.

HG Manfred

helmut
Beiträge: 30
Registriert: Mo 31. Aug 2015, 14:36
Wohnort: wien

Re: Nur eine Zarge ausgebaut

Beitragvon helmut » Mi 9. Sep 2015, 16:17

Die Leisten nicht entfernen und trotzdem auf einen schönen Herbst hoffen ist meine Meinung.
Ich bezweifle daß sich dieses kleine Volk ohne Oberträger in der unteren Etage wohler fühlt, dem Imker fällt aber die Bearbeitung im nächsten Jahr schwerer und die Flexibilität des Systems geht flöten.
Brutwaben über zwei Zargen sind nur so vernünftig.
http://www.naturalbeekeeping.com.au/nat ... ml#Courses


Zurück zu „Vorbereitungen für die Überwinterung im Warréstock“