Überwintern mit Waldhonig

Alle Arbeiten rund um die Einwinterung der Bienen im Warréstock. Einfüttern, vereinigen, usw.
OlliK
Beiträge: 8
Registriert: Mo 29. Mai 2017, 21:42

Überwintern mit Waldhonig

Beitragvon OlliK » Fr 17. Aug 2018, 13:06

Hallo,

nachdem es dieses Jahr bei uns reichlich Waldhonig gab, teilweise auch Melizitose,
stellt sich nun die Frage wie viel davon ist für die Überwinterung unbedenklich.

Den Schwarm wollte ich eigentlich auf seinem eigenen Honig überwintern, der hat jetzt schon fast eine komplette Zarge Honig eingetragen.
Was man durch das Fenster sieht ist ziemlich dunkel und einige Zellen sehen auch nach Melizitose aus.
Ernten wollte ich eigentlich nicht, weil der Schwarm zu Beginn 2Wochen lang immer etwas Futterteig bekommen hat und da nun Zucker drin ist.

Auch beim Wirtschaftsvolk hatte ich extra spät geerntet, 5.8., aber da ist schon wieder dunkler Honig drin. Etwa ein Drittel war Betonhonig.

Da mein Bienenstand am Waldrand ist könnte es diesen Fall noch öfter geben.
Wie geht man damit jetzt um?
Wer hat damit Erfahrung bzw. Tipps und Tricks

Viele Grüße Oliver

stefanzo
Beiträge: 303
Registriert: So 5. Feb 2012, 20:20
Wohnort: Frankenburg

Re: Überwintern mit Waldhonig

Beitragvon stefanzo » Fr 17. Aug 2018, 22:53

Mit Waldhonig überwintern birgt ein gewisses Risiko. Ich bin es schon ein paar mal eingegangen und hatte keinerlei Probleme, hingegen hat eine Imkerin aus dem gleichen Ort wie ich ebenfalls zur gleichen Zeit mit Waldhonig überwintert und deren Bienen bekammen starken Durchfall im Frühling. Nie wieder hat sie gesagt, zurecht! Wenn du auf der sicheren Seite sein willst, dann entnimm den Waldhonig und füttere auf. Ob Waldhonig Probleme macht hängt von zwei Faktoren ab. Der erste ist welcher Waldhonig es ist und wie hoch der Waldhoniganteil ist. Ich muß gestehen, das bei mir der Waldhonig stets heller war als bei meinen Kollegen, also dennoch mehr Blütenanteil hatte. Der zweite Faktor ist wie oft die Bienen im Winter ausflegen können. Da braucht man Wetterglück.
mfg stefanzo

OlliK
Beiträge: 8
Registriert: Mo 29. Mai 2017, 21:42

Re: Überwintern mit Waldhonig

Beitragvon OlliK » Di 21. Aug 2018, 12:47

Danke Stefanzo,

für deine umfangreiche Antwort,
genau so einen Art von Antwort hatte ich mir gewünscht.

Im Moment bin ich der Meinung den größten Teil Waldhonig zu entnehmen und durch Mittelwände zu ersetzen.
Leere Waben habe ich leider keine, hoffentlich werden die noch ausgebaut, werde auf jeden Fall flüssig füttern.
Aber im Moment kommt immer noch Waldhonig rein, ich hoffe auf den "großen Regen" der sollte das dann Beenden.

Unter der Trockenheit haben wir hier scheinbar besonders zu leiden,
selbst in den letzen zwei Wochen hat es nur einmal kurz geregnet, mit ca. 1,5mm war auch das nicht nennenswert.

Falls noch jemand Erfahrungen mit dem Thema Waldhonig hat, bitte melden!

Viele Grüße Oliver


Zurück zu „Vorbereitungen für die Überwinterung im Warréstock“