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Re: Verdampfen von Oxalsäure

Verfasst: Mo 26. Dez 2016, 19:16
von biene1.0
Hallo Fränky,
das weiße Pulver sind feinste OS-Kristalle, die bei der Temperaturabsenkung ausßerhalb des Verdampfers durch Rücksublimation entstehen. Diese sind für die Wirkung verantwortlich. Sie setzen sich auf allen Oberflächen ab, auch auf den Bienen.
Natürlich giftig! Es ist einfach nur OS!!
Gruß
Harald

Re: Verdampfen von Oxalsäure

Verfasst: Mo 26. Dez 2016, 19:38
von franky
Hallo biene 1.0,
und wie lang dauert es bis das Pulver ungefährlich ist. Denn irgend wann muß ich ja die Oberträger wieder anfassen.

Re: Verdampfen von Oxalsäure

Verfasst: Mo 26. Dez 2016, 20:32
von Johannes-Mellifera
Ach Franky,

"giftig" ist daran doch gar nichts! Das Pulver in der Dose oder die Tablette kannst du doch auch ohne Gefahr anfassen. ;)
Die Kristalle werden in den nächsten Wochen nach und nach verschwinden. Spätestens wenn die Bienen wieder aktiv sind und den Frühjahrsputz machen, ist alles sauber.

Gruß Johannes

Re: Verdampfen von Oxalsäure

Verfasst: Mi 28. Dez 2016, 23:26
von Immenpension
franky hat geschrieben:wie ist das nun mit dem sublimieren der Oxalsäure. In der Literatur/Internet findet man unterschiedliche Angaben bei welcher die Sublimation statt findet. Reicht den hier das Teelicht unter einer Aludose aus?

die Sublimation beginnt bereits bei Temperaturen über 100 Grad. Die optimale Temperatur liegt bei 157 Grad.
(wer selber mal Experimentieren möchte http://www.chemieunterricht.de/dc2/os/o ... alisch.htm )
Bei noch höheren Temperaturen setzt dann irgendwann die Zersetzung ein, aber vorher die Sublimation, so daß das bei offenen Verdampfern wie Varrox, Teelicht und Co. oder externen Gebläseverdampfern nicht relevant bzw. unbedeutend ist. Bei externen Verdampfern, die nur durch die Verdampfung von der Oxalsäure und ihren Wasseranteilen eingeblasen werden mag die Gefahr der Zersetzung im Endstadium etwas größer sein, aber die ungefährlichen Zersetzungsprodukte helfen dann auch wieder beim Austrieb.

In diesem Jahr habe ich erstmals einen externen Gebläseverdampfer getestet. Im Testlauf an freier Luft brachte er eine schöne ca. 2 cbm Wolke zustande. Der Einsatz erfolgte bei etwa 2 Grad nach einer kalten Nacht mit -6 Grad (3.12.). Die Bienen blieben relativ unbeeindruckt und die Temperatur in der Beute stieg von 5,5 auf 6,3 Grad. Leider blieb der Milbenfall auch so unbeeindruckend mit ca.: 180 Milben (hatte mit mehr gerechnet). Am 23.12. machte ich dann eine Kontrollbedampfung mit Teelicht. Temperatur 8° in der Beute 9.5°. Die Bienen machten sich lautstark bemerkbar und die Temperatur stieg während der 10 min Bedampfungszeit um 1,5 Grad. Nach weiteren 20 min war die Temp. auf 13,5° gestiegen um dann nach einer weiteren Stunde bei 19,5 Grad zu liegen. Dafür lagen dann in den nächsten Tagen auch 125 Milben auf der Kontrollplatte. Das heißt aber auch, die Erste hatte nicht optimal gewirkt.

Ich mühe mich nun grade mit Erklärungsversuchen. Ist der Vorteil des Externen, die geringe Störung durch die Bedampfung, bei geringen Temperaturen schon wieder ein Nachteil??

Re: Verdampfen von Oxalsäure

Verfasst: Sa 31. Dez 2016, 12:03
von franky
Vielen Dank für die prima Antworten. Jetzt weiß ich wie ich vorgehen muss. Allen einen guten Rutsch ins Jahr 2017. :D

Re: Verdampfen von Oxalsäure

Verfasst: Sa 30. Dez 2017, 23:47
von KMP
Klatsche hat geschrieben:ich hab´ den Tipp aus einem englischsprachigen YouTube Video umgesetzt und mir diesen Volksverdampfer gebastelt. Der 12V Tauchsieder kostete bei Ebay 3,90 €, die Kupferkappe für Heizungsrohre im Baumarkt 95 Cent. [...] Eigentlich erwartete ich, dass so ein 4,85 Teil ruckzuck den Geist aufgibt und habe mir deshalb gleich 4 Tauchsieder bestellt. Nach ca. 50 Versuchen, um die optimale Menge und Zeit zu ermitteln und nach der Behandlung meiner 7 Völker, läuft das Ding aber immer noch wie beim ersten Mal.


Hallo Michael,

verwendest Du den Tauchsiedler-Verdampfer immer noch? Reicht also dein 6-Amp Ladegerät dafür aus?

Schöne Grüße

Kevin Pfeiffer

(Und selbstverständlich wünsche ich Euch einen guten Rutsch ins neue Jahr 2018!)

Re: Verdampfen von Oxalsäure

Verfasst: So 31. Dez 2017, 09:25
von Klatsche
Hallo Kevin,

die 6 A funktionieren mit dem kleinen Pfännchen einwandfrei. Mein Teil habe ich einem Kollegen überlassen, der es immer noch benutzt. Ich habe mir mittlerweile den Varrox zugelegt, mit dem es zügiger geht.

Viele Grüße
Michael

Re: Verdampfen von Oxalsäure

Verfasst: So 31. Dez 2017, 10:28
von KMP
Klatsche hat geschrieben:Ich habe mir mittlerweile den Varrox zugelegt, mit dem es zügiger geht.


Eben, und das ist wohl der Grund, vermute ich, warum der Varrox 150 Watt braucht und manchen so heiß vorkommt. Die Entwickler haben das Gerät so optimiert, dass es nicht nur wirksam, sondern auch zeiteffizient ist. Na mal sehen, ich habe einen ähnlich Tauchsiedler bestellt, und auch ein "6-Amp" Ladegerät. Da ich nur 2 Völker habe (und nie mehr) kann ich mit 8+ Minuten pro Volk gut leben.

Schön Grüße

Kevin

Re: Verdampfen von Oxalsäure

Verfasst: Do 25. Jan 2018, 15:57
von KMP
Klatsche hat geschrieben:die 6 A funktionieren mit dem kleinen Pfännchen einwandfrei


Heute war die erste Bewährungsprobe. Die 22-mm Endkappe habe ich kurz ins Tiefkühlfach gelegt, bevor ich den Tauchsielder auseinander genommen habe (2 Schrauben). Nach Demontage konnte ich die 2 Arme der Spirale etwas aufspreizen. Das erlaubte mir den abgerundeten Kopf der Endkappe in beide Seiten der Spirale einzuarbeiten, bis die Kappe ordentlich am Platz mitten drin war. Die Arme habe ich dann sorgfältig zurück gebogen bis ich die 2 Griffteile wieder zusammenbauen konnte.

Danach konnte ich mit Battery-Charger eine kleine Menge Trinkwasser in der Kupferkappe ordentlich verdampfen. Also 100 Grad kann er schon erreichen (nach einer Minute). Ich habe (so weit man das vom Bild beurteilen kann) den gleichen Tauchsiedler benutzt wie im Foto von Klatsche (über Amazon.de erworben).

-K

Hier sein Foto:
Bild