Varroabehandlung in der Warrébeute

Alles rund um die Varroabehandlung im Warré-Bienenstock.
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Rumpel
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Re: Varroabehandlung in der Warrébeute

Beitragvon Rumpel » Fr 21. Sep 2018, 08:21

Um zu begreifen, dass der Himmel überall blau ist, braucht man nicht um die Welt zu reisen.
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Deichkind
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Re: Varroabehandlung in der Warrébeute

Beitragvon Deichkind » Do 4. Apr 2019, 13:39

Vorab bitte ich gleich um Entschuldigung falls die Frage hier irgendwo schon beantwortet wurde, ich habe mich redlich bemüht aber es nicht so gefunden wie ich es brauche „für Dummies“:

Bei der Erstbesiedelung mit a) Naturschwarm und b) Kunstschwarm, wie führe ich da die „Grundsanierung“ genau durch? Milchsäure sprühen? Wieviel und zu welchem Zeitpunkt? Noch in der Schwarmfangkiste? Nach Annahme der Beute am wievielten Tag? Wie mache ich das genau?
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wolfgang54441
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Re: Varroabehandlung in der Warrébeute

Beitragvon wolfgang54441 » Do 4. Apr 2019, 17:58

Hallo Deichkind

ich hatte schon erlebt: die Bienen und die Beuten wurden mit Milchsäure vor dem Einlaufen-Einschlagen behandelt - die Bienen zogen noch am gleichen Tag aus - auf nimmer wiedersehen :clap: :clap:

Ich mache es so: nach der Honigernte bekommen alle meine Völker ( auch die neuen Völker ) die Armeisensäure im Verdampfer-
Os Behandlung - mitte- ende Dezember je nach Wetter - im Verdampfer

Varroawetter

https://www.dlr.rlp.de/C1256EA7002BE0CB ... 9B0035A22D

Einführung und deinen genauen Standort der Bienen

auch andere zugelassen Behandlungen sind aufgeführt

Gruss
Wolfgang

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Re: Varroabehandlung in der Warrébeute

Beitragvon Deichkind » Fr 5. Apr 2019, 13:23

Spannender Link, das werde ich weiter im Blick behalten. Insgesamt scheint der Varroadruck hier in SH aber hoch zu sein, die Imkerschule lehrt integriertes Programm mit biomechanischen Methoden + 5x Schwammtuch + Oxalsäure im Winter.

Habe jetzt mal meine Bücher gewälzt auf der Suche nach Dosierung. Suchfunktion im anderen Imkerforum gab bei Milchsäure nur Metrezepte.

Ritter: 5ml Milchsäure pro besetzter Wabe, Schwarmbehandlung mit Milchsäure noch in der Schwarmkiste (ohne Dosisangabe)

Pohl: max 8ml Milchsäure pro besetzter Wabe, Schwarmbehandlung in der Schwarmkiste mit Oxalsäure, da Milchsäure nicht in der Bienentraube wirkt. Milchsäure bei Schwarm nur wenn er auf ausgebaute Waben (habe ich nicht) kommt. Dosis der Oxalsäure so wie im Winter? Also 30-50ml in die Schwarmtraube und den Naturschwarm dann auch in Kellerhaft was man ja eigentlich nicht tut?

Es ist wie immer im Leben, 2 Autoren, 3 Meinungen.

Am ehesten würde ich dann nach Pohl 40ml Oxalsäure in die Schwarmkiste auf die Traube geben, einfach weil ich das vom Handling begreife und eine Dosis habe?
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Re: Varroabehandlung in der Warrébeute

Beitragvon Deichkind » Fr 5. Apr 2019, 15:24

Ich werde einfach nicht schlau draus. Beim Varroa-Wetter wäre es jetzt schon zu warm für Oxalsäure. Im Nachbarforum findet man mit der Suchfunktion Dosierungsangaben zwischen 5-100ml für einen Schwarm. Zur Milchsäure habe ich immer noch keine Dosis gefunden, nur Verweise in Threads von 2009 das alles schon 1000x geschrieben sei und man die Suchfunktion bemühen möge.
Ich glaube ich strecke die Waffen und frage einfach am Sonntag beim nächsten Kurstermin den Deutsch-Normal Imker was und wieviel er hier nimmt und ziehe das dann durch. Sollte ja beim Schwarm erst mal beutenunabhängig sein. Werde über Erfolg oder Misserfolg berichten.
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Re: Varroabehandlung in der Warrébeute

Beitragvon Hainlaeufer » Fr 5. Apr 2019, 15:29

Sowohl bei Naturschwarm als auch Kunstschwarm:
Bienen in die Beute bringen, bauen lassen, und bei den ersten jungen Larven, nachts mit OX bedampfen. Honigernte wäre damit natürlich ausgeschlossen.

Mit Oxalsäure kann man auch im Sommer arbeiten, kein Problem.
Milchsäure macht meiner Meinung nach nur Arbeit und hat wenig Wirkung.

Misserfolge können passieren, man muss es aber nicht drauf ankommen lassen.

LG

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Re: Varroabehandlung in der Warrébeute

Beitragvon Deichkind » Fr 5. Apr 2019, 16:48

Oxalsäure dampfen traue ich mich nicht. Es liest sich alles gut. Aber komplett ohne Erfahrung mit einem in Deutschland nicht zugelassenen Verfahren zu hantieren, dafür habe ich nichr den Mut. Möchte erst mal mit einem etablierten Standardverfahren innerhalb der Zulassung bleiben.
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Re: Varroabehandlung in der Warrébeute

Beitragvon Hainlaeufer » Fr 5. Apr 2019, 18:46

Asso, du bist aus DE. Ok :)

Mittlerweile weiß man ja, dass das Beträufeln von Oxalsäure die Bienen sehr schädigt, mehr als vorher vielleicht angenommen. Besonders der Darm wird geschädigt, sollte man im Zusammenhang mit den Umweltgiften nicht unterschätzen, dass könnte schnell mal den Bien richtig zusammen hauen.
Daher fokusiere ich nur noch auf das Verdampfen, jede andere Anwendung mit OX kommt nicht mehr in Frage.

Milchsäure macht aber bei Schwärme sowieso keinen Sinn, daher so verfahren wie ich oben geschrieben habe. Also Waben bauen lassen, und bevor die Varroa bei der Brut was anstellen kann, behandeln. Solltest du wirklich mit Milchsäure arbeiten wollen, so kann ich dir sagen, dass man maximal 8ml für jede Wabenseite verwenden darf. Da aber die Milchsäure nicht so vielversprechend wirkt, redet man da gern von einer mehrmaligen Behandlung.

Ich denke auch gerade an die Puderzuckerbehandlung, lesen tut man ja Allerhand im Netz. Die PZB macht man aber regelmäßiger, ersetzt nicht eine reguläre Hauptbehandlung. Zumindest traue ich mir das nicht zu behaupten.

Du kannst mit dem Schwarm auch einfach nix machen, einfach das Volk machen lassen und dann wie jeder Imker, zur gewohnten Zeit mit der Hauptbehandlung beginnen.

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Re: Varroabehandlung in der Warrébeute

Beitragvon zaunreiter » Sa 6. Apr 2019, 12:04

Den Schwarm mit Varromed behandeln, fertig. Gibt es in der Apotheke.
Cogito ergo summ.
Ich summe, also bien ich.

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Re: Varroabehandlung in der Warrébeute

Beitragvon Deichkind » Sa 6. Apr 2019, 15:33

Danke, guter Plan. Habe gesehen da gibt es auch eine Dosierungsanleitung. Besorge ich mir.
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