ApiLifeVar und Oxalsäure

Alles rund um die Varroabehandlung im Warré-Bienenstock.
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zaunreiter
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Re: ApiLifeVar und Oxalsäure

Beitragvon zaunreiter » So 29. Dez 2013, 01:59

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Re: ApiLifeVar und Oxalsäure

Beitragvon zaunreiter » So 29. Dez 2013, 16:36

Als Hilfe beim Zählen von vielen Milben, verwende ich ein Zählgerät/Handzähler/Klicker. Damit geht das Zählen auch größerer Mengen Milben ohne Probleme und sehr einfach.
Bild

Hier mal ein Beispiel mit vielen Milben - ja, so viel und auch mehr kann in einem Bienenvolk drinstecken.
Bild

Als optische Hilfe male ich Linien mit dem Kuli durch die Milbenhaufen, so kann ich mit den Augen zwischen den Linien bleiben, mit dem Kuli auf die Milben zeigen, einmal Klick mit dem Zähler machen. Das geht insgesamt sehr schnell.
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So sieht ein Volk mit wenig Milben aus. Im Moment sind sie hauptsächlich in der Mitte der Traube am aktivsten. Es sind keine Brutzellendeckel zu sehen, daher schlüpfen zurzeit keine Bienen. Vermutlich ist das Volk daher aus der Brut gegangen.
Bild
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Re: ApiLifeVar und Oxalsäure

Beitragvon Grobee » Di 16. Dez 2014, 15:53

Hallo,

danke für die tolle Beschreibung der Oxalsäure-Behandlung. Eine kurze Frage dazu: Wird bei der Träufle-Behandlung der Warre-Beute ebenfalls die obere Zarge für die Behandlung abgenommen (wie bei anderen mehrzargigen Beutensystemen), oder kann man nach abnehmen des Kissens direkt von oben behandeln. Ist auf den Bildern für mich leider nicht zu erkennen und habe dazu nirgends eine Info gefunden.
Ein Blick durchs Fenster meiner Beute vermittelt mir den Eindruck, dass die Wintertraube recht weit oben sitzt (untere Zarge ist bei mir leider nicht zu 100% ausgebaut, ich habe trotzdem die Überwinterung gewagt).

Danke und schöne Grüße
Miró

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Re: ApiLifeVar und Oxalsäure

Beitragvon zaunreiter » Di 16. Dez 2014, 17:01

Hallo Miró,

Du kannst direkt von oben beträufeln ohne die obere Zarge abzunehmen. Wichtig ist aber, daß die Oxalsäure wirklich tropft, also senkrecht nach unten fällt. Am besten ist es, nicht zu spritzen, sondern tatsächlich Tropfen für Tropfen zu beträufeln. Dazu nimmst Du eine Spritze, in die Du weiter oben ein kleines Loch in die Seite der Spritze bohrst. Du ziehst die Oxalsäure auf die Spritze, der Stempel der Spritze ist dabei unterhalb des Loches, dann den Finger auf das Loch legen, die Spritze weiter aufziehen, so daß der Stempel über das Loch rutscht. Wenn Du jetzt den Finger auf dem Loch anhebst, tropft es vorne heraus.

Durch das Tropfen fällt die Oxalsäure gerade nach unten und gelangt so zu den Bienen. Das Tropfen ist auch besser zu dosieren als das Spritzen.

Mit einer Taschenlampe kannst Du den Sitz der Bienen ausmachen, so eine kleine helle LED-Taschenlampe ist dafür sehr gut geeignet. Am besten in den frühen Morgenstunden behandeln, wenn es noch sehr kalt ist. Wenn es zu warm ist, fliegen einige Bienen auf und es wird schwieriger, die Bienen in Ruhe zu behandeln.

Viele Grüße

Bernhard
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Re: ApiLifeVar und Oxalsäure

Beitragvon Grobee » Di 16. Dez 2014, 21:22

Hallo Bernhard,

super, vielen Dank für die Antwort, das mit der gelochten Spritze ist auch ein super Tipp. Dann hoffe ich mal, noch einen kühlen Morgen vor Weihnachten zu erwischen! Es sieht von den Temperaturen her hier in Berlin leider eher frühlingshaft aus in den nächsten Tagen.

Beste Grüße
Miró

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Re: ApiLifeVar und Oxalsäure

Beitragvon Rumpel » Fr 10. Jul 2015, 08:28

PHARMAKODYNAMIK DER OXALSÄURE IN HONIGBIENENVÖLKERN
LG. Jörn
http://apimondiafoundation.org/foundati ... s/164g.pdf
Um zu begreifen, dass der Himmel überall blau ist, braucht man nicht um die Welt zu reisen.
Johann Wolfgang von Goethe

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Re: ApiLifeVar und Oxalsäure

Beitragvon zaunreiter » So 16. Aug 2015, 16:46

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sting
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Re: ApiLifeVar und Oxalsäure

Beitragvon sting » Mi 19. Okt 2016, 12:15


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Re: ApiLifeVar und Oxalsäure

Beitragvon zaunreiter » Mi 19. Okt 2016, 22:02

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Re: ApiLifeVar und Oxalsäure

Beitragvon sting » Sa 22. Okt 2016, 12:26



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