Varroa-Behandlung & Honigernte erst im Frühjahr ...

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CK_14974
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Varroa-Behandlung & Honigernte erst im Frühjahr ...

Beitragvon CK_14974 » Mo 24. Okt 2016, 22:42

Hallo zusammen,

ich habe meine erste Warre-Beute zusammen gezimmert und freue mich darauf diese im kommenden Jahr zu besiedeln. Ich überlege den Warre-Völkern alle Honigvorräte zu lassen und erst im April des Folgejahres den Überschuss zu entnehmen (natürlich nur, wenn ich nicht zu füttern musste) ... Aber wie halte ich es dann mit der Varroa-Behandlung??

Die organischen Säuren reichern sich im Honig an und machen ihn wohl sauerer ... (Ungenießbar?) ... Also müsste man, zumindest während der Ameisensäure-Behandlung die Honigzargen abnehmen und danach erst wieder aufsetzen ... Aber wie ist das mit der Oxalsäure im Winter?? Oder habe ich einen Denkfehler?

Gibt es Menschen die den Bienen auch den Honig lassen und erst im Frühjahr ernten? Wie macht ihr die Varroa-Behandlung?

Danke & viele Grüße,
Christian

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zaunreiter
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Re: Varroa-Behandlung & Honigernte erst im Frühjahr ...

Beitragvon zaunreiter » Di 25. Okt 2016, 00:04

CK_14974 hat geschrieben:...den Honig lassen und erst im Frühjahr ernten?


Dafür gibt es wenig Veranlassung. Notfalls kann man im Spätsommer den Honig zurückfüttern.
Cogito ergo summ.
Ich summe, also bien ich.

CK_14974
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Re: Varroa-Behandlung & Honigernte erst im Frühjahr ...

Beitragvon CK_14974 » Mi 26. Okt 2016, 18:37

Hallo, aber das ist doch sehr aufwendig, ich mache mir die Arbeit, den Honig zu entnehmen, zu extrahieren und mache dabei das Wabenwerk kaputt ... füttere ihn dann aber zurück?? Da müssen die Bienen ja noch mal das Wabenwerk errichten, was auch wieder Honig kostet.

Es muss doch eine Möglichkeit geben, den Bienen den Honig zu lassen und trotzdem eine Varroa-Behandlung durchzuführen ohne den Honig ungenießbar zu machen ...

Ich überlege zwischen 2 und 3 Zarge eine Bienenflucht einzulegen, dann die Flucht schließen und anschließend die Varroa-Behandlung zweizargig durchzuführen. Nach Abschluss der Sommerbehandlung wird ab der zweiten Zarge wieder frei gegeben und die Bienen können die Vorräte in den beiden oberen Zargen nutzen ..

Nur die Winterbehandlung macht mir Bauchschmerzen, denn das ganze Spiel wie oben kann ich im Winter nicht verfahren ... Kann ich die Oxalsäurebehandlung vornehmen und danach den Honig noch verwerten? Reichert sich die Oxalsäure so an, dass der Honig nicht mehr schmeckt.oder zumindest nicht mehr verkauft werden kann/darf/sollte.

Danke für eure Hinweise. ;)

VG Christian

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Re: Varroa-Behandlung & Honigernte erst im Frühjahr ...

Beitragvon biene1.0 » Do 27. Okt 2016, 21:54

Hallo Christian,
ich habe einen 2016er Schwarm, der einen HR ausgebaut und vollgetragen hat. Den Honig habe ich nicht geerntet.
Die AS60-Behandlung habe ich trotzdem normal gemacht. Vorher habe ich den HR abgenommen und 2 Tage nach Ende der Behandlung wieder aufgesetzt. Am nächsten Tag war der HR wieder dicht mit Bienen besetzt. Gleiches Verfahren bei der zweiten AS60-Behandlung.
Gehe ich recht in der Annahme, dass sich die OS nach der Behandlung schnell wieder abbaut (CO², H²O) und im Honig nich mehr enthalten ist?
Ich habe auch den Gedanken, dass ich den HR bei Zimmertemperatur abstelle und nach der kurzen Wirkungsdauer der verdampften OS wieder aufsetze.
Es sind ja nur 15 m zwischen Haus und Beute.
das ist einfach nur eine ein- und erstmalige Verfahrensweise ohne Algemeingüldigkeit.
Gruß
Harald
"Der Mensch beherrscht die Natur, bevor er gelernt hat, sich selbst zu beherrschen."
Albert Schweitzer


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