Varroa-Bekämpfung mit Muller-Brett

Alles rund um die Varroabehandlung im Warré-Bienenstock.
garret
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Varroa-Bekämpfung mit Muller-Brett

Beitragvon garret » Mo 27. Apr 2015, 12:07

Hallo - habe hier was gefunden, von dem ich zwar nicht weiß, was davon zu halten ist (- und wie man das mit Warré kombinieren könnte) - aber scheint ein interessanter Ansatz:
http://www.bienen-schmid.com/app/downlo ... 1429617776
und
http://www.bienen-schmid.com/app/downlo ... 1429618104
vielleicht hat ja jemand Ideen dazu ? Grüße, Ernst

Friedrich

Re: Varroa-Bekämpfung mit Muller-Brett

Beitragvon Friedrich » Mo 27. Apr 2015, 13:49

Wenn die biochemisch-biologischen Vorgänge richtig erforscht sind, ist das ein interessanter Ansatz.
Allerdings erfordert es ein ständiges Verbringen der verdeckelten Brut über das "Muller-Brett", was bei Stabilbau (Warré) nicht so leicht möglich ist, so dass ich davon ausgehe, dass die Methode von einem "Rähmchen-Imker" stammt.
Wie sich dieses ständige Verändern des Brutnestes auf das gesamte Volk auswirkt, ist mir unklar. Der Verweis auf mögliche Räuberei zeigt meines Erachtens aber an, dass die Selbstorganisation des gesamten Staatsgebildes erheblich beeinflusst und verändert wird.
Gibt es dazu schon Ergebnisse bzw. längerfristige Erfahrungen ?
Beste Grüße
Friedrich

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Rumpel
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Re: Varroa-Bekämpfung mit Muller-Brett

Beitragvon Rumpel » Mo 27. Apr 2015, 17:37

Hallo Ernst,
Interessantes Brett, so was bloss Hochkant wie ein Rahmen einhängen und fertig. :D
Ja das mit den Larven ist irgendwo bei Rosenkranz auch beschrieben, mit Ethanol abgewaschene Larven wollte die Milbe nicht, wenn der Möffel wieder aufgebracht wurde
dann schlugen sie wieder los.
Ich weiss nicht ob der Möffel eine Bezeichnung hatte, muss mal wühlen, wo ich das habe.
Bald ist ja wieder Milbenfolterzeit. :)
LG. Jörn
Um zu begreifen, dass der Himmel überall blau ist, braucht man nicht um die Welt zu reisen.
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stbiene
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Re: Varroa-Bekämpfung mit Muller-Brett

Beitragvon stbiene » Mi 23. Mär 2016, 22:02

Hallo,

ich würde das Thema gern nochmal "aufwärmen", da ich nun auch schon öfter davon was gelesen habe.

Sicher kommt die Methode aus der Rähmchenimkerei, aber das heisst ja nicht das sie für Warre nicht anzuwenden ist.

Bezgl. der Sorge wegen dem ständigen verbringen des Brutnestes, würde ich denken das dies kein Problem sein sollte, da es ja i) nicht ständig passiert sondern nur so einmal im Jahr und ii) wie ich es verstanden haben eh aus dem oberen Teil ein eigenes Volk, wie beim Flugling gebildet wird.

Räuberei ist wohl nur eine Gefahr, weil die ganzen Flugbienen dem unteren Teil zu fliegen und deswegen das Volk oben sich zumindest am Anfang schwer verteidigen kann. Es hat ja fast nur Brut die noch schlüpfen muss.

Wie auch immer - Erfahrung habe ich selber noch keine, wenn es aber funktionieren würde und ich mir Ameisensäure Behandlungen ersparen könnte, dann sollte das auch im Interesse der Bienen sein.

Wichtig ist wahrscheinlich aber wirklich das man die offene Brut von der geschlossenen trennen kann und sicher gehen das die Königin im unteren Teil ist. Die stell ich mir wohl nicht so leicht vor mit Warre.

Aber vielleicht gibts ja schon Erfahrung.....

Liebe Grüße aus Wien
www.bienen-schwarm.at

Claudia.1977
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Re: Varroa-Bekämpfung mit Muller-Brett

Beitragvon Claudia.1977 » Fr 25. Mär 2016, 11:59

Ihr lieben,
ich habe einfach mal "Muller - Brett" im www gesucht und bin auf diese website gestossen:
"resistantbees"
liebe Grüße Claudia
[Warré seit 2014 (Oekobeute, Andreas Meisel)/ TBH seit 2015 (Oekobeute, Andreas Meisel) / Bienenkugel seit 2016 (Andreas Heidinger)/ Klotzbeute, trocknet seit 2016, Inbetriebnahme in 2018 (Selbstbau im Zeidler Kurs, Schloss Hamborn)]

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Re: Varroa-Bekämpfung mit Muller-Brett

Beitragvon zaunreiter » Fr 25. Mär 2016, 16:55

Entschuldigung - aber diese Seite ist bei mir durch. Deswegen nehme ich den Link raus.

Da wird mir zu viel bienen-schädigender Unfug verbreitet. Ich habe mal viel Geld, Zeit und Bienen verloren, weil ich dem nachempfinden wollte. Mittlerweile halte ich das Geschriebene dort für hochgradigen Unfug. Entschuldigt die harten Worte. Aber dessen Gedankengut weiter zu verbreiten, dafür biete ich hier keine Plattform.
Cogito ergo summ.
Ich summe, also bien ich.

Albert
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Re: Varroa-Bekämpfung mit Muller-Brett

Beitragvon Albert » Fr 7. Apr 2017, 21:49

Hat jemand von den Leuten hier im Forum Erfahrungen gemacht mit dem Mullerbrett? Ich möchte gänzlich auf AS und OS verzichten.

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Re: Varroa-Bekämpfung mit Muller-Brett

Beitragvon Bienen_Oli » Sa 31. Mär 2018, 17:05

"resistantbees" :?:

Hallo Bernhard,

wenn ich Deine Kommentare richtig verstehe, hälst Du von dem Projekt resistantbees garnichts.

Darf ich fragen warum.

Für mich klingt das erst einmal logisch was dort vorgestellt wird.
Auch wenn manche Kommentare der Begründer etwas krass sind.

Danke für Deine Meinung.

stefanzo
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Re: Varroa-Bekämpfung mit Muller-Brett

Beitragvon stefanzo » Sa 31. Mär 2018, 21:25

Thomas Seeley hat zu den kleinen Zellen Klartext gesprochen. Es gibt afrikanische Bienen die kleinere Zellen bauen und mit der Varroa sehr gut zurecht kommen. Hingegen bringt es bei den europäischen Bienen bezüglich Varroa keinen Effekt wenn man auf kleinere Zellen setzt. Die Idee klang vielversprechend, jedoch die Praxis war ernüchternd. Mag sein das es bei Stefan in Palma funktioniert, aber hier bei uns ist es mit Sicherheit vergebene Mühe.
mfg stefanzo

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Re: Varroa-Bekämpfung mit Muller-Brett

Beitragvon biene1.0 » Sa 31. Mär 2018, 23:24

Hallo,
das Thema "Mullerbrett" hat mich schonmal angesprochen. Doch ist der Aufwand IM VOLK meines Erachtens recht hoch. Und, funktioniert es?
Erfahrungen würden die Entscheidung doch erheblich vereinfachen.
Zu den kleinen Zellen: Ich habe in einem Volk, das zwei Jahre seinen Wabenbau erstellt hat, vielfach nachgemessen. Die Zellen im Arbeiterinnen-Bau schwanken zwischen 4,8 und 5,2mm. Es wurde nichts, außer der Rähmchenabstand von 32mm, vorgegeben. In die Beute ist ein Naturschwarm von einem Imker, der "normale" Mittelwände einlötet, eingelaufen. warum bauen die Bienen im Naturbau so kleine Zellen? Liegt es nur an dem Rähmchenabstand?
Gruß
Harald
"Der Mensch beherrscht die Natur, bevor er gelernt hat, sich selbst zu beherrschen."
Albert Schweitzer


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