Waage für Warrébeuten

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zaunreiter
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Waage für Warrébeuten

Beitragvon zaunreiter » Mo 20. Feb 2012, 14:49

Hat jemand die Waage im Einsatz, wie sie von Warré selbst beschrieben wird? :?:

"Wiegen des Bienenstockes
——————
Wir haben gezeigt, wie man sich Übersicht über die Futtervorräte des Bienenstockes verschaffen kann, indem man die Quadratdezimeter an Honigwaben zählt. Manche Imker haben die Methode schwierig gefunden. Für sie haben wir den Dreifuß zum Wiegen kreiert. Er setzt sich zusammen aus einem Dreifuß, einer Platte, die die Beute trägt, einer Zugwaage und einem Hebel.

Gebrauchsanweisung. — Dach und Kissen der Beute abnehmen.
Wir haben einen Bienenstock, dem wir zwei ausgebaute Zargen gegeben haben, eine mit Brut und eine mit Honig. Es geht darum, zu wissen, wie viel Honig dieser Stock enthält. Den Dreifuß 5 Zentimeter vor die Beute stellen, den nicht ausgestellten Fuß unter der Beute. Sich hinter dem Bienenstock aufhaltend die Platte unter die Beute setzen, die zwei kleinen Arme der Platte unter der Beute einführen und bis zu den vorderen Füssen der Beute schieben, die drei an den Armen der Platte befestigten Drahtseile hochziehen, sie an der Zugwaage einhängen, die Zugwaage am Hebel aufhängen, den Hebel am Dreifuß befestigen und den Hebel hochwuchten. Die Zugwaage zeigt das Bruttogewicht des Bienenstocks.
Cogito ergo summ.
Ich summe, also bien ich.

kaibee
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Re: Waage für Warrébeuten

Beitragvon kaibee » Mo 20. Feb 2012, 15:02

ich kann mir grad auch kein Bild davon machen...

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zaunreiter
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Re: Waage für Warrébeuten

Beitragvon zaunreiter » Mo 20. Feb 2012, 16:00

Bild

8-)
Cogito ergo summ.
Ich summe, also bien ich.

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Re: Waage für Warrébeuten

Beitragvon zaunreiter » Mo 20. Feb 2012, 16:08

:lol: Weitere Ideen zum Wiegen: http://warre.biobees.com/hefting.htm ;)

Bernhard
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Mellina
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Re: Waage für Warrébeuten

Beitragvon Mellina » Mo 20. Feb 2012, 18:00

Nee Bernhard,
ganz so einfach, wie Deine Skizze war Warrés Waage nicht, siehe Gebrauchsanweisung. Da fehlen noch die Platte, die Arme, der "nicht ausgestellte Fuß" und drei Drahtseile. ;) Ich habe beim Übersetzen ewig herumgerätselt, wie diese Waage wohl ausgesehen hat, bin aber zu keinem richtigen Ergebnis gelangt. (Und dabei habe ich eine Ausbildung in Design und Konstruktion. :|)

Warré hat das Ding in seinem Imkerhandel verkauft. Schade, dass es kein Bild davon gibt. Und damit ich endlich wieder ruhig schlafen kann: Der Erste, der das Rätsel löst, bekommt von mir ein Warrébuch gratis!

Liebe Grüße
Mandy
Bauanleitung Warrébeute, Warrés Handbuch und Bernhards Kurzanleitung: http://www.warre-bienenhaltung.de

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Re: Waage für Warrébeuten

Beitragvon alisha » Mo 9. Apr 2012, 22:35

Also,

ich habe es so gemacht, dass ich eine ganz normale Personenwaage genommen und diese direkt neben die Beute auf ein Brett gestellt habe-darauf achtend, dass die Waage gerade auf dem Boden steht. Dann habe ich mich selbst gewogen.

Anschließend habe ich die 2 Zargen (ohne Boden,Kissen und Dach) zusammen hochgenommen (ungeteilt) und habe mich mit diesen 2 Zargen nochmals auf die Waage gestellt.

Von dem so ermittelten Gesamtgewicht habe ich mein eigenes Gewicht abgezogen.

Jetzt muss man noch das Zargengewicht (z.B. 2x 3,7 kg) und das Gewicht des Bien abziehen (5 - 6,5 - 8 kg - schwaches-mittelstarkes-starkes Volk mit Waben und Bienenmasse) und man erhält so ziehmlich genau das Vorratsgewicht.

Beispiel: 23,9 kg für 2 Zargen:

23,9kg - 7,4 kg Holz für 2 Zargen - 6,5 kg Bien = 10,0 kg Vorrat


Wem das zu schwer ist, der kann natürlich auch die Zargen einzeln wiegen - das ist für das Volk durch die Beutenteilung etwas unangenehmer.

Wer es nicht ganz so genau wissen mag bzw. schon viel Erfahrung mit Bierkästen hat, kann das Gewicht auch schätzen - man sagt, das Gewicht von ca. 1 vollem Bierkasten pro Zarge reicht für den Wintervorrat.

Liebe Grüsse

alisha


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