Einfaches Füttern von oben in kleinen Mengen

Alles für die Einfütterung der Bienen im Warré-Bienenstock.
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zaunreiter
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Re: Einfaches Füttern von oben in kleinen Mengen

Beitragvon zaunreiter » Di 17. Sep 2019, 14:10

Die Futterzarge wird von den Bienen blitzeblank gereinigt. Keine Notwendigkeit für Gläser.
Cogito ergo summ.
Ich summe, also bien ich.

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Schlossimker
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Re: Einfaches Füttern von oben in kleinen Mengen

Beitragvon Schlossimker » Do 19. Sep 2019, 01:17

Hallo,
zaunreiter hat geschrieben:Die Futterzarge wird von den Bienen blitzeblank gereinigt. Keine Notwendigkeit für Gläser.

Hm, die blitzeblank Reinigungsfunktion der Bienen finde ich auch gut, treibt mir aber gerade beim Nachfüllen (hier der Futtertasche) die Sorgenfalten auf die Stirn. (Details siehe http://www.immenfreunde.de/forum/viewtopic.php?f=34&p=23597#p23597 drittletzter Absatz.

Mir sieht es eher danach aus, dass Futterzargen für kurzes Wintereinfüttern und idealer weise nach letztmaligem auffüllen zum Reinigen aufgemacht werden (Nicot). Vielleicht ist sie ja Nachts leer von Bienen, oder nach Tagen sind endlich weniger Bienen drin zum Abnehmen und vor das Flugloch schütteln. Bei der Futtertasche ist es noch schlimmer mit den neugierigen Schleckermäulchen die beim Nachfüllen nicht ersaufen sollen. Und die muss häufiger nachgefüllt werden.

Eigentlich will ich nicht für jede Beute eine separate Futterzarge. Die kann eigentlich durch mehrere Völker durch rotieren - wenn sie so gereinigt werden kann, das man keine Krankheiten verbreitet (Edelstahlwanne, oder vielleicht Gugelhupfform aus Edelstahl für den mittigen Aufstieg im Futterbehälter?). Durch die notwendige Zeit für das Aufbereiten nach dem Umtragen bietet sich das Verwenden einer Füttererlösung für mehrere Völker doch an. (Ich brauch doch meinen Platz für mein sonstiges unnützes Zeugs ;-)

Ich bin nicht der frühe Vogel, daher füttere ich eher Abends. Das würde auch das Einfüttern von unten ermöglichen. Langfristig wird es wohl sein, dass ich hohe Böden mit herausnehmbaren Varroagitter und Windel bauen werde, in die ein gut reinigbarer Schubladen passt, der Vergleichbar zur Warre Futterzarge einen Abnahmeschacht hat, der auch auf Zugang der Bienen (wenn er leer ist) zum Futterbehälterreinigen umgestellt werden kann. Der auch von hinten mit einem Trichter aufgefüllt werden kann und keine Schwimmhilfe braucht. Anstelle des Trichters könnte dann vor dem finalen entfernen die Bienen mit Rauch aus dem Smoker heraus getrieben werden.
Dann würden nur die Schubladen von Volk zu Volk weiter gereicht. Fassen sollte er 5-7l.

Da hab ich noch viel zum nachdenken, um eine einfach fertigbare Konstruktion zu bekommen.
Aber vorher kommt wohl noch der "Verhungerfütterer", gebaut ist er schon. Bernhard, vielleicht solltest Du noch eine Kategorie "Dinge die der Imker nicht brauchen sollte" einführen, denn das wird hart :lol:

Schlossimker - ein Kaiserfranke

PS: Heute hab ich beim Nachfüllen meiner Futtertasche einer Biene den Hinterleib abgetrennt (etwas weg schieben der Zarge). Der lag dann auf dem Varroagitter und wurde von den Bienen angefressen. Kopf mit Brust und Flügeln haben sie dann am Flugbrett auf den Flügeln abgelegt. Die haben noch gezappelt und wollten offenbar auf die Beine kommen.
Mein Traum ist, dass Millionen für mich arbeiten, dann mach ich erst recht was ich will!
PS: Ich bin Anfänger 2019, 1 Volk. Ich gebe keine Ratschläge, allenfalls Denkanstöße für Entscheidungen.

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Re: Einfaches Füttern von oben in kleinen Mengen

Beitragvon Schlossimker » Do 14. Nov 2019, 02:26

Hallo, um das ganze etwas ab zu schließen, der Nachtrag, was sich durch gesetzt hat als smarte Lösung:
Die Bienensperre
_13 Doppelte Version gegen Bieneschlupf - mit Gittersperre - Material und Fertig.jpg
Eine Bienensperre als Verschluss mit Varroagitter, weil sie nicht durch das Gewicht der Bienen durchhängen kann und sich kein Zwischenraum zum Futterglasverschluss bilden kann, der breiter ist, als ein Bienensaugrüssel lang ist.
Nachteil ist, das etwas Stockluft entweichen kann (Nest-Duft-Wärmebindung)

Der Futterglasverschluss
0X-Futterglas für Bienensperre.jpg
Das Lochblech ist auf dem Amboss etwas gewolbt worden, damit das Futterglas in der Mitte auf liegt. Es ist nur dazu da, die sonst bei Leinenverschluss entstehende Hohlkehle zu verhindern, damit der Saugrüssel der Bienen auch lang genug ist.

Alles nicht so einfach wie erwünscht, aber es ist nicht mehr notwendig die Bienen beim Futterglaswechsel mit Wasser aus dem Druckzerstäuber, oder mit Rauch in die Zarge hinunter zu treiben. Oder sie außen herum zum Flugloch zu bewegen.

Das ganze verwende ich zukünftig nur bis zur etwa ersten ausgebauten Zarge anwenden, wenn zugefüttert werden sollte, und dabei um ein Überfüttern zu vermeiden (ich reiß den Bienen da nicht jede Woche die Zarge auseinander um zu sehen ob sie im Verhältnis zu ihrem Baufortschritt schon überfüttert sind). Weil sie da bisher nicht so viel umgetragen haben, aber ihren täglichen Futterbedarf gut gestillt haben.

Ein "Tracht ist in Massen vorhanden" Signal kann man den Bienen damit wohl nicht geben - bei mir haben sie die zweite Zarge nicht ausbauen wollen. Da ist dann z.B. eine Futterzarge besser geeignet.

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