Bienenfutter Rezept gesucht

Alles für die Einfütterung der Bienen im Warré-Bienenstock.
Fritzian

Bienenfutter Rezept gesucht

Beitragvon Fritzian » Mi 13. Apr 2016, 18:42

Hallo zusammen,

ich suche ein Bienenfutterrezept zum selber mischen. Kann ich auch Zuckerrübensirup verwenden ( Grafschafter Goldsaft ).

Was nehmt Ihr, und welche Menge Futter rechnet man pro Volk.

Danke schon mal für Eure Antworten

Fritzian,

Johannes-Mellifera
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Re: Bienenfutter Rezept gesucht

Beitragvon Johannes-Mellifera » Mi 13. Apr 2016, 20:51

Den Zuckerrübensirup würde ich keinesfalls nehmen. Der HMF-Gehalt ist meines Wissens nach zu hoch.

Nimm einfach Zucker und mische 3 Teile Zucker mit 2 Teilen Wasser. Für die Herbstfütterung brauchst du pro Volk 16-24 kg Zucker.

Gruß Johannes

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Re: Bienenfutter Rezept gesucht

Beitragvon Fritzian » Do 14. Apr 2016, 19:46

Danke Johannes für Deine schnelle Antwort, ich bekomme im Mai / Juni meinen ersten Schwarm.
Sollte ich da schon mal Futter bereit halten ?

Johannes-Mellifera
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Re: Bienenfutter Rezept gesucht

Beitragvon Johannes-Mellifera » Do 14. Apr 2016, 21:02

Also das hängt von deiner Gegend, dem Nahrungsangebot und dem Wetter ab.
Ich habe in den letzten 17 Jahren noch nie einen Schwarm direkt füttern müssen. Erst zur normalen Herbstfütterung.

Gruß Johannes

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Theophanu
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Re: Bienenfutter Rezept gesucht

Beitragvon Theophanu » Fr 15. Apr 2016, 09:15

http://www.mellifera-netzwerk.de/forums/thread/2781/rezepte-f-r-gesundes-futter-f-r-gesunde-bienen

In den ersten Tagen eh nicht füttern, damit sie vor lauter Begeisterung nicht wieder ausziehen. Und sonst; mit etwas Selbstvertrauen ein Gefühl entwickeln.
Ja -das klingt wieder echt weiblich. Aber wenn ich die ängstliche Rechnerei um mich herum beobachte, dann stellen sich mir die Nackenhaare auf. Wegen der Angst, die da zutage tritt. Kann nicht gut sein.

Dabei isses völlig egal, um was es sich im Einzelnen handelt. Bienen, Ausbildung, Kinder, Garten, Gesundheit... immer muss eine 'Studie', Untersuchung etc. dem Handeln zugrunde liegen- die die Mehrheit dann step by step artig befolgt, ob sie in der speziellen Situation passt ODER NICHT.
Mut!
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Re: Bienenfutter Rezept gesucht

Beitragvon Immenpension » Fr 15. Apr 2016, 12:08

ich brauche ja nicht viel und habe letztes Jahr beizeiten Löwenzahnblüten gesammelt und in einem großen Glas mit der 2 fachen Menge (Gewicht) Zucker versehen in die Sonne gestellt. Ab und an mal schütteln und nach einiger Zeit (abhängig von der Sonne und Wärme) gibt das eine schöne Soße welche ich in Teilen zur Zuckerlösung gegeben habe (geht aber auch Pur). Auch die Blütenreste habe ich auf einer flachen Schale reingestellt und Sie haben die gern geputzt. Bisher habe ich diese Variante nur mit Löwenzahn und Kapuzienerkresse getestet, aber es gehen sicher fast alle eßbaren Blumen. Wenn demnächst der Löwenzahn blüht geht es wieder ans sammeln und dieses Mal werde ich in den Ansatz noch ein paar kleine Kräuterzweige mischen.
Sicher keine Variante für Großverbraucher, aber um mal einen Schwarm, mit nicht nur Zuckerwasser, aufzufüttern gut.
Wer sauber gearbeitet hat, kann Das auch selbst als Sirup verwerten. (zumindest vom Löwenzahn! Kresse roch eigenartig)
Grüße vom Karle




Keine Tierversuche!...? aber wie ist das mit der Bienenhaltung?

Fritzian

Re: Bienenfutter Rezept gesucht

Beitragvon Fritzian » Fr 15. Apr 2016, 22:02

Danke an Theophanu und Karle für Euere Beiträge, welche mir wieder ein Stück weiter geholfen haben.

Grüße

Fritzian

Deichkind
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Re: Bienenfutter Rezept gesucht

Beitragvon Deichkind » Sa 14. Sep 2019, 20:40

Ich schließe mal hier an. Bernhard und mehrere raten ja von selbstgemischtem Zuckerwasser als Bienenfutter ab. Ich hatte auch ein Schimmelproblem damit in der Futterzarge. Aktuell füttere ich Bio-Invertbee-Sirup. Der ist optisch und geschmacklich sehr ansprechend, sieht aus und schmeckt wie der „flotte Biene“-Honig, wirkt viel gehaltvoller als der glasklare Sirup von der Vereinstankstelle.

Aber ich bin nun mal überzeugte Ökotante und Einweg-Plastikkanister machen mich unglücklich.

Gibt es eine Möglichkeit brauchbares Bienenfutter aus Bio-Rübenzucker (der kommt im Papiersack) selbst herzustellen?

Eventuell mit irgendwelchen Beimengungen und milchsaurer Vergärung so ähnlich wie bei der Futtertonne? Dort habe ich gelesen dass der milchsauer vergorene Honig nicht zur Wintereinfütterung geeignet ist.
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Re: Bienenfutter Rezept gesucht

Beitragvon Christine » Sa 14. Sep 2019, 21:46

Wir füttern Apiinvert. Das kommt im Karton (stapelbar, kippbar fürs Umfüllen) mit einem Plastiksack drin. Der wird, wenn leer, ganz klein und geht in den gelben Sack. Wenn ich sehe, was andere Leute so fürs tägliche Gemüse, Fleisch, Obst, Käse, Milchprodukte usw. an Plastik Woche für Woche in den gelben Sack stecken, dann ist das ein sehr kleines Umweltproblem einmal im Jahr.

Am Apiinvert finde ich toll, dass es nicht riecht. Das heißt, ich kann den Eimer (ich fülle aus dem Karton um in Eimer, weil ich's sonst nicht stemmen kann) sogar am Bienenstand offen lassen - da interessiert sich weder Wespe noch Biene dafür - es gibt keinen Massenauflauf wie wenn man bei der Honigernte nicht bienendicht arbeitet.

Wir füttern (Zander) mit der Nicot-Futterzarge, die mehrere Vorteile hat. Man kann am Füllstand schon die Menge erkennen (muss vorher nicht abwiegen), man kann bei Bedarf nur eines von zwei Fächern "freigeben", es schimmelt nix und Wildbau gibt es auch keinen. Extra-Futterzarge braucht es auch keine. Die Bienen lecken das Plastik supersauber, wir kratzen noch ein bisschen Propolis von der Unterseite und stapeln die Futterzargen wieder zurück in den Keller.

Wie ich das nächstes Jahr machen werde, wenn ich mit Warré beginne, weiß ich noch nicht, denn leider konnte ich bislang noch keine Nicot-Futterzarge mit Warré-Maß finden.

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Re: Bienenfutter Rezept gesucht

Beitragvon Deichkind » So 15. Sep 2019, 08:23

Gut zu wissen dass bei Apiinvert schon mal weniger Müll anfällt. Ich möchte aber bei „Bio“ bleiben. Das ist einfach ein Teil meiner Lebensphilosophie, wo ich Bio bekommen kann, kaufe ich auch Bio. In Bezug auf die Imkerei finde ich es auch widersinnig, einerseits gegen Pestizide und Monokulturen ohne Blühstreifen zu wettern und andererseits genau die Produkte von diesen Feldern zu kaufen und für Umsatz zu sorgen.

Honig habe ich auf absehbare Zeit noch nicht.

Die eierlegende Wollmilchsau für mich wäre ein Futter das ich aus möglichst regionalem oder per Schiff transportiertem Bio-Rübenzucker im Papiersack herstellen kann.

In dem alten Imkerforumsthread hat Bernhard noch zu Zuckerwasser pur geraten, das tut er ja heute nicht mehr. Die Demeter Imker nehmen Kamillentee und Salz. Das löst aber nu das Schimmelproblem auch nicht.

Angesichts der Celler Angaben zum Wassergehalt, wäre da vielleicht doch ein Versuch mit Invertin möglich? Und dann die Lösung schön langsam so dick wie möglich anrühren?
Das Invertin ist zwar sicher absolut nicht öko, wird aber nun bei der industriellen Produktion sicher auch eingesetzt und ist eine verschwindend geringe Müllmenge, gibt es auch in Kleingebinden.
Das saure Milieu durch die Zitronensäure könnte auch gegen den Schimmel helfen.
Soweit die Eigenrecherche und Gedankenspiele. Aber ich hoffe immer noch auf ein bewährtes Rezept aus der Community.


https://deutscherimkerbund.de/userfiles ... futter.pdf

https://www.imkerforum.de/forum/thread/ ... fütterung/
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