Umstieg auf Rähmchen, aber wie?

Wie bilde ich mit dem Warré-Bienenstock Ableger?
biene1.0
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Re: Umstieg auf Rähmchen, aber wie?

Beitragvon biene1.0 » Di 13. Mär 2018, 23:31

Hallo,
seit vorigem Jahr habe ich Warre -1. mit Original Warreboden; -2. mit tiefem Boden (ohne Gitter); -3. mit BIO -Top und einschiebbarem Varoa-Gitter.
Außerdem hatte ich ein Volk auf einem Boden, den ich einer Baumhöhle nachgestaltet habe. Der Boden ist etwa 200mm hoch, das runde Flugloch etwa 160mm über "0", er war leer. Nach ein paar Wochen befand sich unten eine Masse aus dem was vom Volk nach unten fällt, nass und voller Fliegenmaden.
Diese Masse habe ich ausgeräumt und den Boden bis zur Gitter-Einschubleiste mit Faulholz aufgefüllt. Seitdem ist alles trocken.
Das Material ist KEIN Kompost, es ist auchnicht mit allem möglichen besiedelt.
Mein Empfinden ist, dass die Bienen kaum Notiz von dem "Bodensatz" nehmen, Es sammelt sich auch nicht alles an der Oberfläche. Das macht einfach einen trockenen, sauberen Eindruck.
Gruß
Harald
"Der Mensch beherrscht die Natur, bevor er gelernt hat, sich selbst zu beherrschen."
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zaunreiter
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Re: Umstieg auf Rähmchen, aber wie?

Beitragvon zaunreiter » Mi 14. Mär 2018, 00:12

:naughty:

So sieht ein Bienennest aus:

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Cogito ergo summ.
Ich summe, also bien ich.

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Re: Umstieg auf Rähmchen, aber wie?

Beitragvon zaunreiter » Mi 14. Mär 2018, 00:22

Seeley hat mir erklärt, dass der Boden im wilden Bienennest spätestens im zweiten Jahr leergefegt und dick zupropolisiert wird. Die Oberfläche ist mehr oder weniger glatt.

Wenn die Bienen den Kompost ignorieren, dann nur, weil sie sich scheuen, darauf zu laufen.

Ist wie beim offenen Gitterboden.
Cogito ergo summ.
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Rumpel
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Re: Umstieg auf Rähmchen, aber wie?

Beitragvon Rumpel » Mi 14. Mär 2018, 09:32

Nach ein paar Wochen befand sich unten eine Masse aus dem was vom Volk nach unten fällt, nass und voller Fliegenmaden.
Diese Masse habe ich ausgeräumt und den Boden bis zur Gitter-Einschubleiste mit Faulholz aufgefüllt. Seitdem ist alles trocken.

:? Wäre da gleich ein richtiger Boden drunter wäre es dann auch nass?
Du hast den leeren kalten Raum ausgefüllt, dass ist alles!
I fill mine with mulch from my yard, and they house many, many beneficial creatures that partner with our bees to make a thriving village.

Da sagen die Bees ieehh. :doh:
https://preservationbeekeeping.com/our- ... oors-2017/
-Jörn
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Re: Umstieg auf Rähmchen, aber wie?

Beitragvon Rumpel » Mi 14. Mär 2018, 10:30

Übrigens mal ein Stück echten Linoleum besorgen.
Der kommt einem fett Popolisierten Boden in etwa schon sehr nahe, sowie in Aufbau und Wirkweise.
Der wurde nicht umsonst in Krankenhäusern benutzt!
Wenn man das Bild vom Seeley anschaut, da ist die Brut unten, und die Harzsäuren helfen mit das Brutnest Keimfrei zu halten.
-Jörn
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Re: Umstieg auf Rähmchen, aber wie?

Beitragvon Dani » Fr 16. Mär 2018, 12:17

Es geht ja jetzt nur noch um ein Volk in einer Warré. Bin schon weitestgehend auf 12er Dadant umgestiegen.

Ich hab bei zargenweiser Handhabung leider immer auch ein Matschproblem gehabt, wenn die oberen Waben an den unteren Oberträgern angebaut sind. Beim letzten Ablegerbildungsversuch, ist mir eine Weiselzelle aufgegangen und die junge Königin in der Hand geschlüpft. Aber wo war die alte Königin? Ich musste mich für eine Zarge entscheiden (bzw. eine Hälfte, es waren insg. 4 Zargen). Die, in die ich sie nicht rein gesetzt hatte, war dann auch weisellos geblieben, der Ableger hat es nicht geschafft. So hab ich zwar erfolgreich einen Schwarm verhindert, aber nett war das auch nicht. Ich hab die Hoffnung, dass ich das mit Rähmchen alles etwas "unblutiger" gestalten könnte.

Aber grundsätzlich möchte ich in Zukunft meine Warré-Beuten wie bzw. statt Mini-Plus nutzen.
Und - jetzt lacht mich ruhig aus - außerdem einen Alterswohnsitz für meine Königinnen anbieten. Ich weiß noch nicht genau, wie ich das gestalte, aber ich schaffe es einfach nicht, sie umzubringen :roll:

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Re: Umstieg auf Rähmchen, aber wie?

Beitragvon biene1.0 » Fr 16. Mär 2018, 13:55

Na endlich mal einer, der „Beißhemming“ hat.
Ich mache es auch micht.
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Re: Umstieg auf Rähmchen, aber wie?

Beitragvon biene1.0 » Mi 25. Jul 2018, 23:34

Hallo,
ich habe es nun durch. Alle Völker und Ableger sitzen auf Waben in Rähmchen, natürlich Naturbau.
Und ich habe alle Zargen auf 300 x 300 umgebaut. Zwei Völker / Ableger sitzen in“Warte rund“ Aber die Waben, außer Randwaben passen auch in die eckigen Zargen ( Ablegerbilding).
Auch habe ich 3 Bruttäume 380mm hoch.Das Gematsche hat ein Ende.
Niewieder anders!!
Gruß
Harald
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Re: Umstieg auf Rähmchen, aber wie?

Beitragvon stefanzo » Do 26. Jul 2018, 01:16

Meine Warres bleiben auf Oberträgern. Ein Gematsche hatte ich eigentlich nie damit. Mein Ehrgeiz lag von Anfang an darin mir das notwendige handwerkliche Geschick anzueignen. Für die Durchsicht mußte ich meinen Blick schulen. Auch für die Ernte mußte ich erst den Umgang mit diesen Waben erst erlernen. Wenngleich es mit Rähmchen einfacher erscheint, so ist es auch ohne Rähmchen sehr einfach möglich. Ich möchte es mit dem Erlernen eines Musikinstrumentes vergleichen. Zunächst wird man hierbei mit einem Radio einfacher zu schönen Melodien kommen. Das System ist unterschiedlich, aber keinesfalls schlechter als das Imkern mit Rähmchen. Eben nur anders, und es hat nebenbei ebenso seine Vorteile wie auch Nachteile. Das Arbeiten ohne Rähmchen ist mir sehr ans Herz gewachsen, und ich tue mich hierbei mittlerweile leichter als mit Rähmchen. o
mfg stefanz

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Re: Umstieg auf Rähmchen, aber wie?

Beitragvon biene1.0 » Do 26. Jul 2018, 07:57

Hallo Stefanzo,
Es ist anerkennenswert, das Du das so machst. Bei einem Ableger (2018, mit OT-Waben) habe ich das auch so vor. Zum „Melodien „-Üben.
Zwei Jahre habe ich es ja so gemacht.
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