Schwärme in Mauern, in unerreichbaren Winkeln, etc.

Rund um die Schwarmbetriebsweise im Warré-Bienenstock
Jens vom Fuchsberg
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Re: Schwärme in Mauern, in unerreichbaren Winkeln, etc.

Beitragvon Jens vom Fuchsberg » Fr 8. Apr 2016, 10:17

Sonst hat keiner eine Idee oder Meinung? :?
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jonas
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Re: Schwärme in Mauern, in unerreichbaren Winkeln, etc.

Beitragvon jonas » Fr 8. Apr 2016, 11:07

Naja du könntest mit Tüchern oder Stoff Fetzen das Brett an den Stamm dicht bekommen. Ich hatte es mit Schaumstoff gemacht von ein Küchenschwamm. Bei dein Baum wäre vielleicht eine Stück einer Alten Matratze besser mit ein Loch drin?..
Und das ganze mit ein Spanngurt oder Zwei befestigen. Passt doch! Lass dir einfach von jemand helfen der dir Sachen anreicht.
Und das 2. Flugloch auch zu stopfen.
Da wird schon niemand ran gehen wenn es so hoch ist.

Jonas

Jens vom Fuchsberg
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Re: Schwärme in Mauern, in unerreichbaren Winkeln, etc.

Beitragvon Jens vom Fuchsberg » Fr 8. Apr 2016, 12:22

Sorry Jonas.. ich habe erst jetzt gesehen, dass ich dazu eine Brutwabe benötige. Die habe ich nicht und bin mir auch nicht sicher, ob ich in diesem Jahr eine entbehren kann.
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Tobi
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Re: Schwärme in Mauern, in unerreichbaren Winkeln, etc.

Beitragvon Tobi » Mo 6. Jun 2016, 00:30

Hallo,

Ich wurde gebeten ein Volk umzusiedeln, das seit ca. 10 - 15 Jahren in einer (Holzständer) Garagenwand wohnt. Die Garage ist alt und marode, durchs Dach regnets wohl schon rein und früher oder später wird sie abgerissen.
Die Aussenschalung besteht aus klassischen Nut- und Federbrettern. Eine grössere Ritze ist das Flugloch.

Mein Plan wäre jetzt, diese Holzschalung zu entfernen und mit einem "Bienensauger" die Bienen von den Waben zu bekommen. Dann würde ich versuchen möglichst viel Brut in ein, zwei Warre Zargen zu packen und die Bienen wieder dazugeben. Den Honig würde ich eher später wieder zufüttern oder auspressen.

Klingt das machbar oder hat jemand eine bessere Idee?
Ich imkere erst seit zwei Jahren und auch erst seit diesem Jahr mit der Warre (hab auch noch zwei BK), daher wäre ich für Tipps dankbar!

Johannes-Mellifera
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Re: Schwärme in Mauern, in unerreichbaren Winkeln, etc.

Beitragvon Johannes-Mellifera » Mo 6. Jun 2016, 06:55

Hallo Tobi,

du brauchst in meinen Augen auf jeden Fall Rähmchen (ohne Draht)! Denn nur darin kannst du die Brutwabenstücke mit Gummis befestigen. Bei nur Oberträgern klappt das nicht in meinen Augen.

Bei einer solchen Aktion scheint mir die Gefahr groß, dass du die Königin verlierst. Im Notfall ziehen sich die Bienen dann eine aus offener Brut, oder du besorgst dir eine.

Hinweisen solltest du deine "Auftraggeber" auch darauf, dass die Bienen dann nicht von heute auf morgen alle weg sind. Es wird immer Flugbienen geben, die du nicht erwischst. Und wenn Honig in der Wand zurück bleibt, zieht das Räuberbienen magisch an.

Außerdem sollte dir klar sein, dass zwischen dem jetzigen Platz und dem neuen Standort mindestens 3, besser 5 km liegen müssen. Sonst sind alle Flugbienen wieder an der Hütte. Aber das sollte dir als Imker ja klar sein.

LG Johannes

Claudia.1977
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Re: Schwärme in Mauern, in unerreichbaren Winkeln, etc.

Beitragvon Claudia.1977 » Mo 6. Jun 2016, 10:02

Wie die Bienen dort ohne menschliches zutun überlebt haben? Kannst du Fotos machen? Viel Erfolg
liebe Grüße Claudia
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Johannes-Mellifera
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Beitragvon Johannes-Mellifera » Mo 6. Jun 2016, 11:51

Na ich bin mir sehr sicher, dass das nicht immer das gleiche Volk war. Die werden alle 2-3 Jahre zugrunde gegangen sein und dann kam kurz danach der nächste Schwarm. 8-)

Tobi
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Re: Schwärme in Mauern, in unerreichbaren Winkeln, etc.

Beitragvon Tobi » Mo 6. Jun 2016, 15:41

Die Flugdistanz ist mehr als 40 km, das sollte reichen.

Ich habe letztes Jahr schonmal einen kleinen Ableger in der Warre gehabt, da habe ich die Brutwaben mit zwei Drähten festgemacht. Das hat gut gehalten, allerdings waren sie im Herbst noch zu klein und sind von Wespen ausgeräubert und vernichtet worden (obwohl das Flugloch auf eine Biene eingeengt war). Wenn ich es zeitlich schaffe werde ich mir noch ein paar Rähmchen basteln. Ich muss die Aktion auch nicht unbedingt noch dieses Jahr durchziehen.

Aber an der Bienensaugeridee an sich gibt es keine Kritik? Könnte das funktionieren? Ich werde den Thread heute Abend nochmal komplett lesen. Hat jemand noch interessante Links zu dem Thema? Ich will da nicht unvorbereitet rangehen, aber jetzt im Juni hätte ich genug Zeit dafür und das Volk auch noch ein bisschen Zeit vor dem Winter.

Danke schonmal bisher!

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jonas
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Re: Schwärme in Mauern, in unerreichbaren Winkeln, etc.

Beitragvon jonas » Mo 6. Jun 2016, 17:00

Rähmchen mit Gummibänder sind schon nötig und sehr hilfreich wenn deine Hände dann voll mit Honig und Brut Matsches sind. Normalerweise schneidet man kleine Stücke raus von unten nach oben und arbeitet sich so durch die Waben.

Leider hatte ich noch keine Zeit ein Sauger zu bauen; ich wollte so ein wie der Colorado bee vac nachbauen:
http://coloradobeerescue.com/vacuum/

Zum einschlafen schaue ich diese Videos :mrgreen:
https://www.youtube.com/user/JPthebeeman/videos
Finde es interessant wie er die Schwärme raus holt. Nur leider sieht man nicht wie die Mauern wieder zu gemacht werden...
Warte doch einfach auf nächstes Jahr und bereite solange alles vor und berichte mit Fotos! Wo ist das Bienenvolk denn?

Grüße,
Jonas

Tobi
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Re: Schwärme in Mauern, in unerreichbaren Winkeln, etc.

Beitragvon Tobi » Mo 6. Jun 2016, 18:30

Vielen Dank für den Youtube Link.

Die Bienen wohnen westlich von München in Gräfelfing , ich wohne Südöstlich von München in der Nähe von Glonn.

Ich habe hier eine gut ausgestattete Werkstatt, die Rähmchen könnte ich wahrscheinlich in einer Stunde zusammenzimmern. Ich habe jetzt aber nochmal nachgefragt wie sehr es eilt. Ich bin mir nämlich auch nicht sicher wie gut man die Wand später wieder zu bekommt.

Ich habe in der Werkstatt schon so einen Aschensauger an der Kappsäge stehen, den würde ich dafür saubermachen und nutzen.


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