Bringt Beute-öffnen Königin in Gefahr?

Rund um die Schwarmbetriebsweise im Warré-Bienenstock
Enna
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Bringt Beute-öffnen Königin in Gefahr?

Beitragvon Enna » Di 3. Mai 2016, 13:35

Hallo allerseits!

gleich vorweg: meine Frage hat nur bedingt etwas mit dem Oberthema "Schwärme" zu tun...

Wir hatten am 1. Mai einen Schwarm und möchten am 7. Mai mal die Beute auseinander nehmen, weil aus der unteren Zarge (die oberen 2 Zargen sind ausgebaut, die 3. im Baubeginn und die untere unbebaut) ein paar Wachstreifen von den Oberträgern runter auf den Gitterboden gepurzelt sind. Da wir nicht wissen, wann unsere neue Königin schlüpft oder ausfliegt, könnte es natürlich theoretisch sein, dass sie an diesem Tag nun gerade etwas vorhat. Stören wir da mit unserer Aktion eventuell, sprich wäre es besser zu warten? Oder wie ist es, wenn ich die Wachsstreifen einfach aus dem Flugloch ziehe (falls ich das hinkriege) und es gibt ein paar Oberträger ohne? Bauen sie dann wirr?

Vielen dank im Voraus für ein paar Meinungen und Rat!

Gruß, Anne

wolfgang54441
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Re: Bringt Beute-öffnen Königin in Gefahr?

Beitragvon wolfgang54441 » Di 3. Mai 2016, 18:46

Hallo Anne

ich bin selbst Anfänger

Ein Auszug von einem anderen Forum:

Eine frisch geschlüpfte Jungkönigin entwickelt
sich nach ihrem Schlupf noch weiter. Der Chitinpanzer muss erst über 3-4 Tage
härten und ebenso muss der Brunfttrieb erwachen.
In der Regel findet der erste Begattungsflug zwischen dem vierten und 6 Tage
nach Schlupf statt.

Also so schnell wie möglich die Zarge entfernen und bei Bedarf wieder unterstellen, ohne Anfangsstreifen bauen die Bienen wirr


Viele Grüße
Wolfgang

biene1.0
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Re: Bringt Beute-öffnen Königin in Gefahr?

Beitragvon biene1.0 » Di 3. Mai 2016, 23:16

Hallo Anne,
die Feststellung, dass ohne Anfangsstreifen wirr gebaut wird kann nicht verallgemeinert werden. Ich war im letzten Jahr etwas spät mit dem Untersetzen und habe rohe Wabentraeger aufgelegt und die Zarge untergesetzt. Alle 9 Waben waren in wenigen Tage geordnet gebaut und alle gerade. Nur bei 30 mm Trägerabstand hatte ich in einem anderen Volk am Rand eine Wabe, die zum benachbarten Träger gebaut wurde.
Also ausprobieren!
GRuss
Harald
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Albert Schweitzer

Enna
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Re: Bringt Beute-öffnen Königin in Gefahr?

Beitragvon Enna » Mi 4. Mai 2016, 12:45

Hallo!

@Wolfgang: Wir wissen leider nicht, wann die erste Weiselzelle verdeckelt wurde. Auf Grund der kalten und feuchten Woche vor dem ersten Mai können wir es auch leider nicht vom Schwarmtag her errechnen.

@Harald: Das beruhigt schon mal. Ich muss auch erst mal feststellen, wie genau die Oberträger aussehen, vieleicht sind da auch nur die Stücken gepurzelt, wo der Anfangsstreifen aus zwei Stücken zusammen gesetzt war. Ich konnte das bisher nie erkennen, weil ich früh morgens geschaut habe, wo die Scheibe zu beschlagen war (wir haben Guckzargen). Dass die Bienen unter Umstängen gar keinen Wachsstreifen benötigen, wusste ich nicht, das ist fein. Du sagst "ausprobieren", ich bin aber leider von der etwas übervorsichtigen Sorte :roll:

Trotzdem würde es mich mal interessieren, ob es überhaupt relevant ist: Vielleicht stört die Königin sich ja gar nicht dran, wenn mal ein bisschen an der Kiste gearbeitet wird?

wonderfool
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Re: Bringt Beute-öffnen Königin in Gefahr?

Beitragvon wonderfool » Mi 4. Mai 2016, 15:00

Also persönlich würde ich den ganzen Eingriff entweder einfach sein lassen. Ein paar Wachsstreifen ist nicht so wild, so lange noch einige andere vorhanden sind.

Alternativ: Stell doch einfach eine andere Kiste an den Platz. Zur Not auch ganz ohne Oberträger. Dann landen die Bienen und gehen ganz normal rein.


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