Alter Honig

Alle im Frühjahr anfallenden Arbeiten, z.B. Erweiterung, Einschätzung der Volksstärke
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Waldschratzl
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Alter Honig

Beitragvon Waldschratzl » So 2. Apr 2017, 20:46

Hallo zusammen

Ich hätte da mal eine Anfängerfrage:

Wenn ich im Frühjahr untersetze und sich in der obersten Zarge noch recht viel Honig befindet. Was passiert dann mit diesem alten Honig beziehungsweise Zuckerwasser. Verbrauchen die Bienen die alten Futterreserven zuerst, auch wenn sie schon genügend Frisches finden, oder lassen sie ihn oben in den Waben. Letzteres wäre meiner Meinung nach ja nicht so vorteilhaft, da der Honig ja mit unter auch Behandlungsrückstände haben könnte, und/oder verzuckert sein könnte und man ihn dann ja im Sommer miternten würde. Wie sind hierzu die Meinungen und Erfahrungen?

Schönen Gruß
david

wonderfool
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Re: Alter Honig

Beitragvon wonderfool » So 2. Apr 2017, 22:47

Hi David,
das ist unmöglich zu sagen. Fakt ist die Bienen tragen Honig manchmal um, manchmal tragen sie ihn auch nicht um. Manchmal wird er verbraucht, eventuell aber auch nicht.

Betreibst du die Warré mit Untersetzen wirst du Honig ernten der schon etwas mehr Zeit auf dem Buckel hat. Mir ist zumindest kein Fall bekannt in dem das irgendwelche nachgewiesenen negative Auswirkungen gehabt hätte, vielleicht ist das aber auch nur meine Wahrnehmung.

Hier im Forum wird häufiger mal dazu geraten ab dem zweiten Jahr nur noch auf und nicht mehr unter zu setzen. Persönlich habe ich mir dazu noch ein Urteil gebildet und experimentiere mit beidem. Durch das Aufsetzen würdest du aber zumindest mal dieses (potentielle) Problem vermeiden.

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Distelbauer
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Re: Alter Honig

Beitragvon Distelbauer » So 2. Apr 2017, 22:59

Gute Frage, hab ich mich auch schon gefragt. Zuckerwasser ist bei mir nicht. Behandelt habe ich allerdings auch und zwar mit Thymol, ich denke das wird man noch riechen. Meine Überlegung geht dahin den Honig dann zu ernten wenn die tracht voll loslegt, demnächst mit der Kirsche. Dann werde ich einen Geschmackstest machen und notfalls nehme ich diesen Honig dann halt als Futter für den Winter. Aufsetzen werde ich bei der Warre nicht, dazu habe ich andere Magazine. Ich möchte bei der Warre möglichst naturnah bleiben.

VG Georg

biene1.0
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Re: Alter Honig

Beitragvon biene1.0 » Mo 3. Apr 2017, 22:34

Hallo Georg, hallo David,
alter Honig kann nur frei von eingefüttertem Zucker sein, wenn man auf "volkseigenem" :lol: Honig überwintert. HR vor dem Behandeln abnehmen wäre doch eine Lösung. Oder verschleppen die Bienen nachträglich nach dem Wiederaufsetzen der HRe die As oder Ox?
Im vergangenen Jahr habe ich das bei einem Volk praktiziert. Der HR ist drauf geblieben und war nahezu leer. Er wird schon gut belaufen und auch schon ausgebaut. Wie es z.Z. weiter geht bei kühlen Nächten und auch kühlen Tagen muss die Zeit bringen.
Gruß
Harald
"Der Mensch beherrscht die Natur, bevor er gelernt hat, sich selbst zu beherrschen."
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Soblu
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Re: Alter Honig

Beitragvon Soblu » Fr 14. Apr 2017, 22:07

Diese Frage hatte ich auch schon. Schau mal hier:

viewtopic.php?f=13&t=266

biene1.0
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Re: Alter Honig

Beitragvon biene1.0 » Sa 15. Apr 2017, 20:39

Hallo,
wenn das so ist, dass die Säuren zerfallen und nichts übrigbleibt, dann muss man sich auch nicht die Mühe machen und das (Honig-) Winterfutter vor der Behandlung von den Völkern zu nehmen.
Nur: In einem Volk haben die Bienen neben der Wintertraube noch 4 Waben voller Honig stehen lassen und nach Auflösung der Wintertraube den Honig aus dem noch draufstehenden HR nach unten ins Brutnest umgetragen. Warum? Hat jemand aus seinen Erfahrungen heraus eine Erklärung?
Gruß
Harald
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Re: Alter Honig

Beitragvon zaunreiter » Mo 17. Apr 2017, 10:38

Diese Beobachtung hatten wir doch bei der Bienenkugel schon besprochen. Oder?
Cogito ergo summ.
Ich summe, also bien ich.

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Re: Alter Honig

Beitragvon zaunreiter » Mo 17. Apr 2017, 10:41

Siehe:

viewtopic.php?f=91&t=1530#p20502

Das machen die in allen Beuten-Formen so.
Cogito ergo summ.
Ich summe, also bien ich.

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Waldschratzl
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Re: Alter Honig

Beitragvon Waldschratzl » Mo 17. Apr 2017, 10:43

Vielen dank
für eure Antworten. Wie mir scheint, ist es wohl eher unwahrscheinlich Behandlungsrückstände oder Zucker im Folgejahr bei der Honigernte zu haben. OS und AS zerfallen wohl dahingehend, dass sie nicht mehr nachzuweisen sind. Ausserdem verwerten die Bienen scheinbar auch den alten Honig zuerst, was ja auch Sinn macht denke ich, denn wer will schon auf alten Vorräten sitzen beiben.
Was ich nun noch von einem Freund erfahren habe, er ist Bioland-Kontrolleur, dass es eher mit Thymol Probleme gibt und sie es vermehrt im Honig finden.

gruß
david

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Re: Alter Honig

Beitragvon biene1.0 » Di 18. Apr 2017, 12:25

zaunreiter hat geschrieben:Diese Beobachtung hatten wir doch bei der Bienenkugel schon besprochen. Oder?

Ja, ist schon so. Hatte mir an dieser Stelle etwas mehr Information erhofft.
Kann ja dann auch eine Wortmeldung weg, damit nicht unnötig Platz besetzt wird.
Und es ist ja auch künftig auch nichtmehr DAS Thema.
Gruß
Harald
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