Untersetzen bei voller zweiter Zarge

Alle im Frühjahr anfallenden Arbeiten, z.B. Erweiterung, Einschätzung der Volksstärke
heckflosse
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Untersetzen bei voller zweiter Zarge

Beitragvon heckflosse » Mi 11. Mär 2020, 19:20

Hallo,
mein neues Volk vom letzten Jahr hat auf zwei Zargen überwintert. Anscheinend habe ich zuviel gefüttert und die zweite Zarge ist noch voll Futter. Wenn ich nun untersetze würde die zweite Zarge zur dritten Zarge und diese würde im Sommer geerntet werden.
Nun will ich nicht den Zuckerwasserhonig ernten.
Was tun? Aufsetzen?
Danke und Gruß
Markus

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biene0.1
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Re: Untersetzen bei voller zweiter Zarge

Beitragvon biene0.1 » Fr 13. Mär 2020, 18:55

hallo Markus,
lass das Volk bis zur Kirschblüte in Ruhe. Sie haben genug Futter und sicher in der unteren zarge genug Platz für das Brutnest.
Zur Kirschblüte kannst Du die obere auf jeden Fall wegnehmen und durch einen Honigraum ersetzen (aufsetzen). Wenn Du das nicht willst, dann setze die neue Zarge jetzt unter. Dann wandert das Brutnest nach unten und darüber wird Honig eingelagert.
Gruß
Harald
Warre-Beuten als Eigenbau,Bienenkugel als Eigenbau, Halbrähmchen.
Etwa 4 bis 6 Völker auf Bioflächen und extensiv genutzten blumenreichen Wiesen.

heckflosse
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Re: Untersetzen bei voller zweiter Zarge

Beitragvon heckflosse » Do 19. Mär 2020, 10:11

Hallo Harald,

danke für Deine Antwort.

Hier noch Fragen:
Wenn ich Variante 1 wähle (zweite Zarge entfernen und gegen Honigraum ersetzen), dann ernte ich im August die zweite Zarge und das Volk überwintert auf einer Zarge?

Wenn ich Variante 2 wähle (leere Zarge jetzt untersetzen), dann wird Zarge 1 das Brutnest, Zarge 2 ist der Honigraum und Zarge 3 ist der bestehende Zuckerwasserhonig. D. h. ich ernte im August Zarge 2 und Zarge 3 wird nach der Ernte zu Zarge 2 für die Überwinterung?

Gruß
Markus

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biene0.1
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Re: Untersetzen bei voller zweiter Zarge

Beitragvon biene0.1 » Mi 29. Apr 2020, 22:57

Hallo Markus,
nun haben wir nahezu Mai und was ist aus dem vielen Futter von der Überwinterung geworden? Ist das Futter verbrütet worden?
Hast Du nun unter- oder aufgesetzt?
Meine Völker haben mit ihrem eigenen Honig das Frühjahr gut und gesund erreicht. Das ist eben der Vorteil der Überwinterung auf eigenem Honig. Man muss sich keine so großen Gedanken um die Reste machen.
Zur Zeit haben meine Völker zwei Brutzargen und 2 1/2 bzw. 3 Honigzargen.Keine Schwarmstimmung!
Zum Wochenende hin werde ich wohl mit der ersten Honigernte beginnen. Aber nur sehr zurückhaltend, weil der Frühjahrshonig für die Überwinterung gedacht ist.
Gruß
Harald
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Christine
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Re: Untersetzen bei voller zweiter Zarge

Beitragvon Christine » Mi 29. Apr 2020, 23:30

[quote="biene0.1"]Aber nur sehr zurückhaltend, weil der Frühjahrshonig für die Überwinterung gedacht ist.[/quote]

Wie bewahrst Du ihn für den Herbst auf? Honigwaben einfrieren?

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biene0.1
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Re: Untersetzen bei voller zweiter Zarge

Beitragvon biene0.1 » Do 30. Apr 2020, 22:40

[quote="Christine"][quote="biene0.1"]Aber nur sehr zurückhaltend, weil der Frühjahrshonig für die Überwinterung gedacht ist.[/quote]

Wie bewahrst Du ihn für den Herbst auf? Honigwaben einfrieren?[/quote]
Hallo Christine,
die nicht abgeernteten Honigwaben werden in der Zarge gelassen und mit verdeckelten Honigwaben aus dem 2. HR ergänzt, und bleiben als Winterfutter als oberer / erster Honigraum von jetzt bis 2021 Frühjahr auf dem Volk.
Die anderen HR werden ganz normal geerntet, abgeerntete HR werden ausgeleckt, abgetropfte Wachs-Honig-Reste werden in einem Fütterer dem Ursprungsvölk ebenso überlassen. Da wächst in der Erntezeit auch der Honigkranz über der Brut.
Bisher habe ich mit dieser Fütterung nur gute Ergebnisse.
Wenn späte Tracht (Buchweizen, Senf, Phacelia, ...) noch Masse bringt gibt es auch einen oder 1/2 Honigraum, damit das Brutnest nicht zugetragen wird.
Gruß
Harald
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